Woche der Klimaanpassung: Kommunen der Region tauschen sich seit 2024 regelmäßig zu Klimaanpassung aus
Kreis Neuwied. Bundesweit hat die Woche der Klimaanpassung im September zahlreiche Möglichkeiten angeboten, sich über die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten zur Anpassung zu informieren. Mit seiner Stabsstelle „Energie Klima Umwelt“ trägt der Landkreis Neuwied der Notwendigkeit des Klimaschutzes bereits seit Jahren Rechnung und dies auch in interkommunaler Zusammenarbeit.
„Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregenereignisse machen nicht an Gemeinde- oder Kreisgrenzen halt. Die Folgen des Klimawandels stellen Kommunen vor gemeinsame Herausforderungen und machen deutlich, wie wichtig es ist, sich frühzeitig auf die Veränderungen einzustellen“, betont Landrat Achim Hallerbach.
Folgerichtig haben der Landkreis Neuwied und regionale Kooperationspartner anlässlich der bundesweiten Woche der Klimaanpassung im September ebenfalls auf die Bedeutung der Klimaanpassung und die vielfältigen Aktivitäten in der Region aufmerksam gemacht. Unter anderem hatten das Zentrum Klima-Anpassung und die Verbraucherzentrale neben Veranstaltungen vor Ort ebenfalls zahlreiche digitale Informations-Grundlagen im Angebot. Die Woche der Klimaanpassung lieferte damit eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Kenntnisse darüber zu erlangen, welche Maßnahmen auf kommunaler Ebene, aber zudem im eigenen Umfeld, dazu beitragen können, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.
„Auch im Landkreis Neuwied zeigte sich in diesem Sommer die Hitzebelastung deutlich: An der Wetterstation Torney wurden 2026 bereits 43 Tage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius registriert. Der Sommer 2026 hat zudem gezeigt, wie weitreichend die Folgen extremer Hitze sein können“, stellt die Klimaanpassungsmanagerin des Landkreises, Angelina Zahn, fest.
Das Robert Koch-Institut schätzt für 2026 bislang rund 16.300 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland. Gleichzeitig führen längere Trockenperioden zu Belastungen für Böden, Gewässer und Vegetation. Mit Folgen unter anderem für die Schifffahrt und den Gütertransport war der Rhein in diesem Jahr extrem von Niedrigwasser betroffen.
Kleinere Gewässer gerieten durch Hitze und Trockenheit ebenfalls zunehmend unter Druck. Sinkende Wasserstände und steigende Wassertemperaturen haben die Lebensbedingungen aquatischer Organismen beeinträchtigt und auch Tier- und Pflanzenarten unter Stress gesetzt.
„Wir haben uns im Landkreis Neuwied das Thema Klimaanpassung schon lange auf die Fahnen geschrieben. Seit 2023 koordiniert Klimaanpassungsmanagerin Angelina Zahn unsere dementsprechenden Aktivitäten. Mit dem im Dezember 2025 verabschiedeten Klimaanpassungskonzept liegt zudem eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit vor“, erläutert Landrat Achim Hallerbach. Einen Überblick über die aktuellen Klimaanpassungsaktivitäten des Landkreises bietet zudem das Klimaschutzportal des Landkreises Neuwied. Dort sind auch das Klimaanpassungskonzept und die zugehörigen Hintergrunddokumente abrufbar. Natur-Umwelt-Klimaschutz | Kreisverwaltung Neuwied
Wie wichtig der Austausch über kommunale Grenzen hinweg ist, verdeutlicht das regionale Netzwerk, in dem sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Verwaltungen der Region seit 2024 regelmäßig zum Thema Klimaanpassung austauschen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Synergien zu nutzen und erfolgreiche Ansätze in die eigene Kommune zu übertragen. Schließlich sind die Kommunen gleichermaßen von den vielen Herausforderungen der Klimaanpassung betroffen und durch die Kooperation lässt sich die Effizienz steigern.
Foto-Unterzeile 1: Interkommunale Zusammenarbeit auch beim Klimaschutz: von links nach rechts, erst hinten, dann vorne: Julia Simon (Landkreis Mayen-Koblenz), Christiane Graf (Westerwald-Kreis), Lina Sturm (VG Vallendar), Julian Herbst (VG Montabaur), Julia Kaboth (Landkreis Cochem-Zell), Emilie Hammer (Stadt Koblenz), Carina Nikolay (Kreis Mayen-Koblenz/VG Mendig), Angelina Zahn (Landkreis Neuwied). Foto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz/ Tim Birnbacher.
Foto-Unterzeile 2: Mit seiner Stabsstelle „Energie Klima Umwelt“ trägt der Landkreis Neuwied der Notwendigkeit des Klimaschutzes bereits seit Jahren Rechnung und dies auch in interkommunaler Zusammenarbeit. Von links: Klimaanpassungsmanagerin Angelina Zahn, Klimaschutzmanagerin Janine Sieben und Projektmanagerin Holzbachaue Madleen Bonse Foto: : © Fabian Weiß | Zentrum KlimaAnpassung





