Koblenz. Die aktuellen Berichte über die Situation am ZF-Standort Koblenz bereiten der Landtagsabgeordneten Dr. Anna Köbberling und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph große Sorgen. Insbesondere die Diskussion über einen möglichen Abbau von bis zu 500 Arbeitsplätzen sowie die unterschiedlichen Bewertungen des bislang erreichten Verhandlungsstands zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmer*innenvertretung geben Anlass zur Beunruhigung.
„Der Standort Koblenz ist für unsere Stadt und die gesamte Region von herausragender Bedeutung. ZF ist nicht nur ein großer und wichtiger Arbeitgeber, sondern steht auch für industrielle Kompetenz, qualifizierte Arbeitsplätze, technologisches Know-how und Wertschöpfung vor Ort“, erklären Köbberling und Rudolph. „Hinter den Arbeitsplätzen stehen Menschen, Familien und persönliche Lebensplanungen. Der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und dem Standort kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu.“
Die beiden Abgeordneten betonen, dass wirtschaftliche Herausforderungen und soziale Verantwortung kein Gegensatz sein müssten. Gerade ein international aufgestellter Konzern wie ZF habe ein großes Interesse daran, gewachsenes Know-how, qualifizierte Fachkräfte sowie die industrielle und technologische Kompetenz seiner Standorte zu erhalten.
„Die Zukunftsfähigkeit des Standorts Koblenz und der Erhalt industrieller Arbeitsplätze liegen aus unserer Sicht im gemeinsamen Interesse von Unternehmen, Beschäftigten, Stadt und Region“, so Köbberling und Rudolph. Die beiden Abgeordneten appellieren deshalb an die Konzernleitung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern und möglichst viele Arbeitsplätze am Standort Koblenz dauerhaft zu erhalten. Gleichzeitig müsse es darum gehen, dem Standort eine verlässliche Zukunftsperspektive innerhalb des ZF-Konzerns zu geben.
Besondere Bedeutung messen Köbberling und Rudolph auch der weiteren Gesprächsführung zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmer*innenvertretung bei. „Gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation braucht es einen verlässlichen und respektvollen Dialog. Dazu gehört aus unserer Sicht auch, auf dem bereits erreichten und nach unserem Eindruck weit fortgeschrittenen Verhandlungsstand aufzubauen und die dort erzielten Verständigungen nicht wieder grundsätzlich infrage zu stellen.“
Als Koblenzer Abgeordnete auf Landes- und Bundesebene wollen Köbberling und Rudolph die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. „Wir wünschen uns, dass die anstehenden Gespräche von gegenseitigem Respekt, Verlässlichkeit und dem gemeinsamen Interesse an einer guten Zukunft des Standorts geprägt sind. Wenn es der Sache dienlich ist, stehen wir selbstverständlich jederzeit für einen Austausch zur Verfügung.“
„Wir hoffen sehr, dass es gelingt, gemeinsam eine Lösung zu finden, die dem Standort Koblenz eine langfristige Perspektive gibt und möglichst viele Arbeitsplätze sichert. Dies wäre ein wichtiges Signal für die Beschäftigten und ihre Familien ebenso wie für die Stadt Koblenz und die gesamte Region“, erklären die beiden Abgeordneten abschließend.





