Oberbürgermeister Jan Einig und City-Managerin Michaela Ullrich besuchen engagierte Gründerin in der Mittelstraße

Die Neuwieder Innenstadt gewinnt weiter an Vielfalt: In den vergangenen Wochen haben in der Fußgängerzone gleich mehrere neue gastronomische Angebote eröffnet und sich etabliert. Ein Beispiel dafür ist das Café „Mokka“ in der Mittelstraße, das Oberbürgermeister Jan Einig gemeinsam mit City-Managerin Michaela Ullrich besucht hat. Rund ein halbes Jahr nach der Eröffnung nutzten beide die Gelegenheit, Inhaberin Baraa Mutrage persönlich zur Selbstständigkeit zu gratulieren und sich ein Bild von der Entwicklung des Cafés zu machen.

Das Mokka ist ein echtes Schmuckstück, das viele noch gar nicht kennen“, betont Jan Einig und zeigt sich überzeugt: „Solche liebevoll inhabergeführten Geschäfte bereichern unsere Innenstadt. Gleichzeitig braucht es immer etwas Zeit, bis sich ein neues Angebot etabliert.“

Die Geschichte hinter dem Café ist besonders: Baraa Mutrage stammt aus Syrien und kam vor rund zehn Jahren nach Deutschland. Nach Stationen in Niedersachsen führte sie ein Besuch schließlich nach Neuwied. „Die Stadt hat mir sofort gefallen“, berichtet sie. Als sie das leerstehende Ladenlokal in der Mittelstraße entdeckte, fasste sie den Entschluss, ihren Traum vom eigenen Café genau hier zu verwirklichen.

Heute bietet sie im „Mokka“ eine besondere Mischung aus orientalischen und europäischen Spezialitäten an. Der Kaffee wird teils traditionell im heißen Sand zubereitet und mit Gewürzen wie Kardamom verfeinert. Dazu kommen hausgemachte syrische Süßspeisen sowie ein Frühstücksangebot, das beide kulinarischen Welten verbindet. Viele Gäste schätzen die ruhige, entschleunigte Atmosphäre und den liebevollen Service.

Die erste Bilanz fällt positiv aus. „Ich bin zufrieden“, sagt Mutrage und erzählt, dass vor allem Gäste mit syrischem Hintergrund kamen, die Kundschaft aber inzwischen schon sehr gemischt ist. Gleichzeitig beobachtet sie, dass es bei manchen Interessierten noch Berührungsängste gibt. Umso wichtiger sei es, das Angebot einfach auszuprobieren. Die Inhaberin zeigt sich dabei äußerst engagiert und hat bereits weitere Pläne: Künftig soll es unter anderem ein Sonntagsbüfett geben. Für sie steht fest: „Das Café war immer mein Traum.“

Für die Stadt ist das „Mokka“ Teil einer insgesamt erfreulichen Entwicklung in den vergangenen Monaten. „Gerade im gastronomischen Bereich sehen wir aktuell mehrere Neueröffnungen in der Innenstadt. Das ist ein starkes Signal und zeigt, dass Neuwied als Standort attraktiv ist“, ordnet Citymanagerin Michaela Ullrich ein. Neue Angebote wie das „Mokka“ tragen dazu bei, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, Vielfalt zu schaffen und die Innenstadt weiter zu beleben.

Bildunterschrift: Oberbürgermeister Jan Einig und Citymanagerin Michaela Ullrich (links) gratulierten Baraa Mutrage zur Eröffnung ihres Cafés „Mokka“ in der Mittelstraße. Foto: Stadt Neuwied / Ulf Steffenfauseweh