Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal hat Wirtschaftsstaatssekretärin Simone Schneider im Ahrtal die Fortschritte beim Wiederaufbau und die Bedeutung gemeinschaftlichen Engagements für die Zukunft der Region hervorgehoben. Im Mittelpunkt ihres Besuchs standen die Rolle des Handwerks in Krisenzeiten sowie innovative Nahwärmeprojekte als Bausteine eines zukunftsfähigen Wiederaufbaus.

„Fünf Jahre nach der Flut wird hier sehr deutlich, was gemeinsames Handeln bewirken kann: Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und Politik gestalten mit dem Wiederaufbau im Ahrtal gemeinsam Zukunft. Aus der verheerenden Flutkatastrophe sind tragfähige Strukturen entstanden, die weit über die Region hinaus Vorbildcharakter entwickeln“, so Simone Schneider vor Ort in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Staatssekretärin Schneider besuchte am Vormittag die Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts „Handwerk als Resilienzakteur im Ahrtal“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier wurde ein Forschungsvorhaben vorgestellt, das die Erfahrungen des Handwerks während und nach der Flutkatastrophe wissenschaftlich aufarbeiten und für die Krisenvorsorge nutzbar machen soll. „Das Handwerk hat im Ahrtal Herausragendes geleistet. Viele Betriebe waren selbst betroffen und tragen dennoch mit außergewöhnlicher Hilfsbereitschaft den Wiederaufbau entscheidend mit. Dieser Erfahrungsschatz ist von hohem Wert für den Umgang mit zukünftigen Krisen“, so Schneider.

Beim anschließenden Netzwerktreffen „Innovative Nahwärmeprojekte Ahrtal“ in Dernau informierte sich die Staatssekretärin über den Stand der sechs Nahwärmeprojekte im Ahrtal. Einige Projekte versorgen bereits Haushalte mit Wärme aus erneuerbaren Energien, weitere befinden sich in der Bau- oder Umsetzungsphase. „Die Nahwärmeprojekte zeigen, wie Wiederaufbau, Klimaschutz und Versorgungssicherheit erfolgreich zusammengedacht werden können. Aus zerstörter Infrastruktur entstehen moderne Wärmenetze, die klimafreundlich, regional und langfristig bezahlbar sind. Das ist weit mehr als Wiederaufbau – das ist ein Zukunftsmodell für die Wärmewende“, sagte Schneider.

Die Staatssekretärin würdigte das große Engagement der Kommunen, der Bürgerinnen und Bürger, der ehrenamtlich Engagierten sowie aller weiteren Beteiligten. Erst das Zusammenspiel von kommunalem Einsatz, fachlicher und unternehmerischer Begleitung sowie politischer Unterstützung und Fördermitteln habe es ermöglicht, innerhalb weniger Jahre tragfähige und zukunftsorientierte Lösungen für die Wärmeversorgung zu entwickeln.