Neue, fundierte Dokumentation stärkt Schutz und Entwicklung im Welterbe

Erste Ergebnisse der systematischen Nachqualifizierung der Denkmalzonen und der Denkmalliste im Welterbe Oberes Mittelrheintal liegen vor. Die gezielte Nachqualifizierung ausgewählter Denkmalzonen liefert erstmals eine aktuelle, wissenschaftlich fundierte Dokumentation der denkmalrelevanten Strukturen.

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg haben in einem gemeinsamen Kooperationsprojekt die Entwicklung eines in die Zukunft weisenden denkmalfachlichen Dokumentationsformats für die Qualifizierung von Kulturdenkmalen im Welterbe erarbeitet. Fachlich verantwortlich waren bei der GDKE der Fachbereich Inventarisation der Direktion Landesdenkmalpflege sowie das Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz.

„Die Nachqualifizierung ist ein entscheidender Schritt, um das einzigartige historische Erbe in den Denkmalzone der Städte und Gemeinden im Oberen Mittelrheintal langfristig zu bewahren und zugleich eine behutsame Weiterentwicklung zu ermöglichen“, so Dr. Heike Otto, Generaldirektorin Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Im Rahmen des Projektes konnten für Oberwesel, Bacharach, Lahnstein und zuletzt auch Braubach eine Nachqualifizierung erarbeitet werden. Für St. Goar liegt die Nacherfassung der Denkmalzone „Kernstadt“ vor, für St. Goarshausen die Nacherfassung der Denkmalzone „Ortskern“. Mit der Nachqualifizierung liegt nun erstmals eine aktuelle, wissenschaftlich fundierte Dokumentation der denkmalrelevanten Strukturen in Wort und Plan vor. Sie beschreibt detailliert die ortsbildprägenden denkmalwerten Elemente, erleichtert die denkmalgerechte Bewertung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen in den historischen Ortskernen und stärkt den Schutz der denkmalgeschützten historischen Substanz.

„Das Projekt unterstützt eine nachhaltige, welterbeverträgliche Stadtentwicklung und trägt dazu bei, die hohe bauliche Qualität der Orte und des Mittelrheintals für künftige Generationen zu sichern“, ergänzt Landeskonservator Dr. Markus Fritz-von Preuschen.