Auf Einladung des Vereins Pro Justiz e.V. gibt Prof. Dr. Maria A. Wimmer von der Universität Koblenz in einem öffentlichen Vortrag am 19.03.,18.00 Uhr im Rathaussaal der Stadt Koblenz einen verständlichen Überblick über Künstliche Intelligenz (KI). Sie erklärt, wie sich KI von frühen regelbasierten Systemen über maschinelles Lernen und neuronale Netze bis hin zu modernen generativen KI-Anwendungen wie ChatGPT entwickelt hat. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
Anhand praxisnaher Beispiele zeigt Prof. Wimmer die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI in Wirtschaft, Verwaltung und Alltag – aber auch Risiken wie Verzerrungen (Bias) und fehlerhafte Ausgaben generativer Systeme. Ziel des Vortrags ist es, ein Bewusstsein für Chancen, Herausforderungen und die verantwortungsvolle Nutzung von KI-Technologien zu schaffen.
Viele reden von Künstlicher Intelligenz (KI), ohne dabei genauer auf die Art der KI einzugehen. Jedoch sind die verschiedenen Ansätze zu unterscheiden: Angefangen von regelbasierten Systemen der KI aus der Vergangenheit über Zeitreihenanalysen mit Maschinellem Lernen und Neuronale Netze für Deep Learning bis hin zu den Transformer-basierten Ansätzen generativer KI-Methoden wie ChatGPT, Gemini uä., hinter denen letztlich sogenannte Large-Language Modelle (LLMs) stecken, erklärt sie in dem Vortrag verschiedene Arten und Beispiele Künstlicher Intelligenz.
Gleichzeitig zeigt Wimmer die Potenziale dieser Ansätze auf und geht auch auf mögliche Gefahren durch Bias oder „Halluzinieren“ bei generativer KI ein. Der Vortrag bietet einerseits einen Überblick über KI und deren Anwendungsfelder. Andererseits reflektiert er mögliche Herausforderungen für unsere Gesellschaft sowie die Verantwortung der reflektierten KI-Nutzung, die bei uns allen liegt.
Prof. Dr. Maria A. Wimmer leitet die Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik / E-Government im Fachbereich Informatik der Universität Koblenz. Nach ihrem Informatikstudium an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, Österreich, forschte sie zwei Jahre in Italien, wo sie sich auf die ganzheitliche Analyse und Entwicklung sicherheitskritischer Systeme im Bereich Zugverkehrsleitstand konzentrierte. 2000 promovierte sie an der JKU Linz und spezialisierte sich anschließend auf E-Government und E-Democracy. 2003 habilitierte sie im Fach Angewandte Informatik an der JKU. Von 2004 bis 2005 arbeitete sie in der IKT-Stabsstelle des österreichischen Bundeskanzleramtes und war für Interoperabilität, Amtssignaturen und Schulungskonzepte für Verwaltungsmitarbeiter zuständig. Seit November 2005 leitet sie die Forschungsgruppe E-Government an der Universität Koblenz. Ihre Forschung und Lehre sind geprägt von einer ganzheitlichen Systembetrachtung in der Gestaltung und Einbindung innovativer und disruptiver Technologien in interativen soziotechnischen Informationssystemen des öffentlichen Sektors. Prof. Wimmer führt zahlreiche innovative Forschungs- und Kooperationsprojekte durch und publiziert in rennomierten Konferenzen und Magazinen der Wissenschaftscommunity.