Der neue Waldbrandzug des Rhein-Hunsrück-Kreises bereitet sich am Samstag, 20. Juni 2026, im Rahmen einer Großübung auf den Ernstfall vor: Simuliert wird dabei in der Verbandsgemeinde Kastellaun die Einsatzlage eines Waldbrands. Die Übung findet auf dem Gelände der Bundeswehr (Pydna) westlich der Ortsgemeinde Hasselbach statt. Es sind unter anderem Einsatzkräfte aus allen Verbandsgemeinden sowie der Stadt Boppard und Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises beteiligt. Die Übung beginnt ab der Mittagszeit und dauert bis zum späten Nachmittag an.

Ziel der Übung ist die Bekämpfung eines realen Waldbrandes, der sich in Richtung mehrerer Gebäude ausbreitet. Unter realitätsnahen Bedingungen werden Maßnahmen zur Brandbekämpfung im direkten Brandgebiet sowie das Anlegen von Schneisen geprobt. Es wird eine Zuleitung von Löschwasser zum Einsatzort über eine längere Wegstrecke aufgebaut.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der luftgestützten Brandbekämpfung. Dazu werden unter anderem zwei Polizeihubschrauber eingesetzt.

„Waldbrände können in der aktuellen Witterungssituation täglich entstehen und sind deshalb für den Katastrophenschutz von großer Bedeutung. Für unsere Einheiten nimmt die Bedeutung der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ständig zu, weshalb ein neuer Waldbrandzug im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgestellt worden ist. Ich freue mich sehr, dass wir nun die erste Übung mit diesem neu gegründeten Zug vornehmen, um im Ernstfall vorbereitet zu sein“, so Landrat Volker Boch.

Für die Bevölkerung besteht durch die Übung keinerlei Gefahr. Im Bereich der Pydna kann es allerdings zu Rauch- und Flammenentwicklung kommen. Außerdem ist auf der B 327 im Bereich Beller Bahnhof sowie den umliegenden Wirtschaftswegen mit verstärkten Fahrzeugbewegungen der Feuerwehr zu rechnen. Hubschrauber werden über dem Gebiet kreisen und Löschwasser abwerfen. Es besteht dadurch kein Grund zur Beunruhigung.

Der Zutritt zum Einsatzgelände ist ausschließlich den eingesetzten Kräften und Übungsteilnehmern vorbehalten.