Vortragsreihe „Die Amis kommen! – Das Kriegsende 1945 zwischen Koblenz und Kaub“

Lahnstein. Im März 1945 erlebte die Stadt Braubach ihre wohl dramatischsten Tage. Historiker Klaus D. Schoch widmet sich am nächsten Abend der Vortragsreihe „Die Amis kommen! – Das Kriegsende 1945 zwischen Koblenz und Kaub“ im Theater Lahnstein dieser prägenden Phase. Am 9. Juni 2026 spricht er über das Kriegsende in der Marksburgstadt.

Unter dem Titel „… eine schreckliche Angst vor den Amerikanern“ zeichnet Schoch die dramatischen Ereignisse nach, die Braubach im März 1945 heimsuchten. Erbitterte und verlustreiche Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der anrückenden 3rd United States Army führten zu einer Situation, in der die historische Marksburg kurz vor der weitgehenden Zerstörung stand. Der Vortrag beleuchtet nicht nur den militärischen Ablauf, sondern auch die nachhaltigen Folgen, die bis heute in der Stadt spürbar sind.

Der Referent, im niederrheinischen Wesel lebender ehemaliger Gymnasiallehrer, wuchs in Braubach auf und erlebte die Nachkriegszeit dort selbst. Seit der Veröffentlichung seiner zweibändigen Stadtgeschichte „Zwischen Rebenhügeln und großer Politik“ im Jahr 2016 beschäftigt sich Schoch intensiv mit den Ereignissen des Dritten Reichs und Zweiten Weltkriegs in Braubach und deren Wirkung auf die Nachkriegszeit. Auch acht Jahrzehnte nach Kriegsende stößt er bei seiner Forschung noch immer auf bislang unbekannte Dokumente und Aspekte, die er in seinen Vorträgen und Publikationen vorstellt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.45 Uhr. Die Vortragsreihe beleuchtet bis Juni verschiedene Aspekte des Kriegsendes und der frühen Nachkriegszeit am Mittelrhein. Weitere Informationen zu den Vorträgen und Tickets finden sich unter www.theaterlahnstein.de.

Bildunterzeilen:

Singende Soldaten ziehen 1942 durch die Brunnenstraße in Braubach. (Foto: Sammlung Archiv Klaus D. Schoch)