Bendorf. Wie nehmen Menschen ihre Stadt wahr? Welche Geschichten verbinden sie mit bestimmten Orten? Und wie lassen sich bekannte Wege neu entdecken? Mit diesen Fragen haben sich Studierende des Bachelorstudiengangs Pädagogik der Universität Koblenz beschäftigt und im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts „Grüne Entdeckerstadt“ eigene Ideen für Bendorf entwickelt.

Entstanden sind kreative Aktionen, die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste dazu einladen, Bendorf aus neuen Perspektiven kennenzulernen. Ziel ist es, die Vielfalt der Stadt sichtbar zu machen, neue Blickwinkel auf bekannte Orte zu eröffnen und die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Stadt zu stärken.

Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, den 3. Juli 2026, 16 Uhr auf dem Kirchplatz in Bendorf in der Entdeckerlounge statt.

Im Rahmen des Projekts werden lebensgroße Schattenbilder von Bendorfer Bürgerinnen und Bürgern präsentiert. Die Studierenden haben Interviews mit Menschen aus der Stadt geführt und machen deren persönliche Geschichten sichtbar.

Die Silhouetten werden an ausgewählten Orten im Korridor Goethe Atrium, Bachstraße präsentiert und laden dazu ein, stehenzubleiben, zu verweilen und Bendorf mithilfe von Smartphone und QR-Code durch die Augen seiner Bewohnerinnen und Bewohner kennenzulernen. So entstehen neue Zugänge zu alltäglichen Orten und persönliche Einblicke in das Leben der Stadt.

Mit einer interaktiven Schnitzeljagd laden die Studierenden außerdem dazu ein, Bendorf spielerisch zu entdecken. Die Rallye führt zu neun fußläufig erreichbaren Stationen in der Innenstadt, darunter die St. Medardus Kirche, das Rathaus und der Yzeurer Platz. An den Stationen, die durch Fußabdrücke gekennzeichnet sind, können Besucherinnen und Besucher über QR-Codes Rätsel und Aufgaben lösen und dabei Wissenswertes über die Stadt erfahren.

Die Stationen sind voraussichtlich bis in den Herbst 2026 im öffentlichen Raum erlebbar.

Bei der Entwicklung ihrer Projekte hatten die Studierenden große gestalterische Freiräume. Von der ersten Idee über die Konzeption bis zur Umsetzung konnten sie eigene Schwerpunkte setzen und innovative Ansätze erproben. Das Konzept verbindet pädagogische Praxis mit wissenschaftlicher Perspektive und schafft ein Format, das langfristig für Bildung, Stadtführungen und Tourismus nutzbar sein kann.

Begleitet und betreut wurde das Projekt von Prof.in Dr.in Wiebke Waburg, Professorin für Pädagogik und Prodekanin für Forschung im Fachbereich Bildungswissenschaften der Universität Koblenz, sowie M.A. Nina Kelle-Gilles vom Institut für Pädagogik. Realisiert wurde das Vorhaben in Kooperation mit der Stadt Bendorf im Rahmen des Zukunftsprojekts „Grüne Entdeckerstadt“.

Zur Eröffnung laden die Studierenden gemeinsam mit der Stadt Bendorf am Freitag, 3. Juli 2026, um 16 Uhr in die Entdeckerlounge auf dem Kirchplatz ein. Nach der Begrüßung durch Stefan Groß, Stadtplaner der Stadt Bendorf, sowie Dr.in Miriam Voigt von der Transferstelle der Universität Koblenz besteht ab 16.30 Uhr die Möglichkeit, die Projekte kennenzulernen und bei einem gemeinsamen Rundgang die verschiedenen Stationen zu entdecken.