Die Festungskirche auf der Festung Ehrenbreitstein hat wieder einen Altar. Nach zwei Jahren intensiver Planung und handwerklicher Umsetzung konnte der neue Altar am 19. April im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes feierlich eingeweiht werden. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes unter Leitung von Andreas Stickel sowie von Arngard Schmidt am E‑Piano.

Der frühere Altar war nach der Sanierung der Festungskirche nicht mehr in den Raum zurückgekehrt – Material und Standort passten nicht mehr zum neugestalteten Kirchenraum. Der neue Altar entstand nach einem Entwurf des Architekturbüros Berdi (Bernkastel‑Kues / Koblenz) und wurde von der Koblenzer Schreinerei Meerbothe gefertigt. „Den vielfältigen Möglichkeiten des Kirchenraumes entsprechend, kann er je nach Anlass variabel an verschiedenen Standorten genutzt werden“, freut sich Kyra Spieker, Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM) im Arbeitskreis Ökumenische Festungskirche.

Der Altar fügt sich in Material und Gestaltung harmonisch in die bestehende Ausstattung der Festungskirche ein. Er besteht aus zwei unterschiedlich hohen Elementen aus Eichenholz, die im Normalfall zu einem gleichschenkligen Kreuz übereinandergestellt werden. Auf der Stirnseite setzt ein schlichtes Edelstahlkreuz einen klaren Akzent.

„Mit dem Altar ist in der Festungskirche wieder ein Ort geschaffen worden, der fokussiert“, sagte Pastoralreferentin Margit Ebbecke vom Leitungsteam des Pastoralen Raumes Koblenz stellvertretend für Dekan Thomas Darscheid in ihrer Begrüßung. Pfarrerin Gabriele Wölk, ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis Ökumenische Festungskirche, fasste zusammen: „Ein Ort, der die verschiedenen Dimensionen von Glauben und Leben symbolisiert, der zu Gebet und Feier, Gastfreundschaft und Gemeinschaft sowie Verantwortung in der Welt einlädt.“ Sie dankte zugleich den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, deren große und kleine Spenden die Realisierung des Altars ermöglicht haben.

Zum Abschluss würdigte Prof. Dr. Andreas Schmauder, Direktor des Kulturzentrums Festung Ehrenbreitstein / Landesmuseum Koblenz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland‑Pfalz, die gewachsene, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in der Ökumenischen Festungskirche.

Foto: Christof Wölk