Ist Latein im 21. Jahrhundert nur ein Relikt vergangener Zeiten – oder besitzt die Sprache der Antike auch heute noch Zukunft? Dieser Frage widmet sich ein Vortrag mit dem Titel „Latein im 21. Jahrhundert – Relictum oder Futurum?“.
Latein gilt als Basissprache Europas. Dennoch wird immer wieder gefragt, welchen Nutzen es habe, eine vermeintlich „tote“ Sprache zu lernen. Der Vortrag greift diese verbreitete Skepsis auf und zeigt, dass Latein keineswegs nur ein historisches Studienobjekt ist. Vielmehr begegnet uns das Lateinische in zahlreichen europäischen Sprachen und prägt bis heute Wortschatz, Denkweisen und kulturelle Traditionen.
Dabei richtet der Referent auch den Blick über das klassische Nutzenargument hinaus. Denn viele Wissensgebiete – etwa aus Mathematik, Geschichte, Biologie oder Geographie – lassen sich ebenfalls nicht allein an einem unmittelbaren beruflichen Nutzen messen. Entscheidend ist vielmehr, wie die Beschäftigung mit einem Fach unsere Denk- und Ausdrucksfähigkeit formt.
Gerade hier zeigt sich die besondere Stärke des Lateinunterrichts: Die Auseinandersetzung mit der Sprache fördert logisches Denken, systematisches Strukturieren und präzises Arbeiten – Fähigkeiten, die in nahezu allen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen gefragt sind. Zugleich eröffnet Latein den Zugang zu einer Literatur, die für die Entwicklung der europäischen Kultur und Literatur von grundlegender Bedeutung ist.
Der Vortrag lädt dazu ein, die Rolle des Lateinischen neu zu betrachten und über seinen Platz in Bildung und Gesellschaft der Gegenwart nachzudenken.
Termin: Donnerstag, 23.04.2026 um 19.15 Uhr (90-minütig)
Ort: Volkshochschule Koblenz, Hoevelstr. 6, 56073 Koblenz, Saal 1, 2. OG.
Gebühr: 8 Euro
Anmeldungen sind online möglich unter: www.vhs-koblenz.de oder telefonisch unter: 0261 129-3702/-3711/-3730/-3740.