Stadt Neuwied ruft Schulen, Kitas und Vereine zur Beteiligung auf

Dass die Stadt Neuwied sich als erste und bislang einzige Kinderfreundliche Kommune in Rheinland-Pfalz den Kinderrechten ganz besonders verpflichtet fühlt, ist kein Geheimnis. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die „Woche der Kinderrechte“ längst ein fester Bestandteil im Neuwieder Jahreskalender ist. Auch 2026 ruft die Stadt wieder Kindertagesstätten, Schulen, Institutionen und Organisationen dazu auf, sich aktiv zu beteiligen und im Rahmen der Aktionswoche eigene Projekte umzusetzen. Unter dem Motto „Gemeinsam für morgen“ steht in diesem Jahr ein besonders zukunftsweisendes Kinderrecht im Mittelpunkt: das Recht auf Gesundheit. Für alle Projekte steht pro Institution ein Fördergeld von 300 Euro zur Verfügung, das noch bis zum 17. April beantragt werden kann.

Das Recht auf Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention und umfasst neben medizinischer Versorgung und gesunder Ernährung auch das Recht auf sauberes Trinkwasser und eine intakte Umwelt. Ziel der Aktionswoche ist es, Kinder für diese wichtigen Themen zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie eng Gesundheit und Umweltschutz miteinander verbunden sind. „Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf eine hohe Beteiligung und sind gespannt darauf, was für Projekte realisiert werden“, freut sich Bürgermeister Jung auf die Aktionswoche um den Weltkindertag am 20. September.

Wie in den vergangenen Jahren fördert die Stadt Neuwied gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Familien- und Jugendministerium Projekte im Rahmen der Woche der Kinderrechte mit jeweils 300 Euro. Einzige Förderbedingung ist, dass sich das Projekt inhaltlich mit dem Recht auf Gesundheit und eine saubere Umwelt auseinandersetzt und Kinder aktiv in die Planung und Umsetzung einbezieht. „Unser Ziel ist es, die Institutionen zu ermutigen, die Kinderrechte mit ihren Kindern und Jugendlichen zum Thema zu machen. Mit der Projektförderung können Projekte umgesetzt werden, die ohne finanzielle Unterstützung sonst vielleicht nicht möglich gewesen wären. Die Gelder können aber auch gemeinsam mit den Kindern für andere Dinge eingesetzt werden“, erklärt Marc Maier von der Fachstelle Partizipation im Neuwieder Jugendamt.

So können Institutionen ganz einfach mitmachen

Die Teilnahme am Förderprogramm ist bewusst unkompliziert gestaltet, um möglichst vielen Organisationen die Umsetzung von spannenden Projekten zu ermöglichen. Zunächst können diese – im Idealfall bereits gemeinsam mit den Kindern – eine Projektidee entwickeln, die das Kinderrecht auf Gesundheit erlebbar macht. Die Projekte sollen darauf abzielen, das Recht auf Gesundheit in allen seinen Facetten zu beleuchten. Das kann auch beinhalten, sich darüber Gedanken zu machen, welche Folgen es haben kann, wenn dieses durch Umweltverschmutzung oder fehlenden Zugang zu medizinischer Versorgung nicht gegeben ist. Sobald die Idee steht, wird eine formlose, einseitige Projektbeschreibung erstellt, die bis zum 17. April bei der Fachstelle Partizipation im KiJub eingereicht werden muss. In der Beschreibung sollten der Name der Institution und eine Erläuterung des Projekts angegeben werden. Wichtig ist, dass die Projekte bis Ende September umgesetzt sind, damit sie im Rahmen der Woche der Kinderrechte berücksichtigt werden können.

Die Abrechnung der Fördermittel funktioniert nach Abschluss des Projekts ganz einfach: Es genügt ein kurzer Durchführungsbericht mit Fotos, der dokumentiert, wie das Projekt umgesetzt wurde. Auf die Einreichung von Rechnungsbelegen wird bewusst verzichtet, um den bürokratischen Aufwand möglichst gering zu halten und den Fokus auf die inhaltliche Umsetzung zu legen. Die Stadt Neuwied lädt alle Schulen, Kitas, Vereine und Jugendzentren ein, sich an der Woche der Kinderrechte zu beteiligen. Neben der finanziellen Unterstützung steht Marc Maier von der Fachstelle Partizipation auch beratend bei der Entwicklung und Umsetzung der Projekte zur Verfügung. Er ist per E-Mail an mmaier@neuwied.de erreichbar und beantwortet gerne alle Fragen rund um das Förderprogramm zur Woche der Kinderrechte.