Start-up COPETEC UG aus Neustadt/Wied bietet über Gründerstipendium Start.in.RLP digitale Gesundheitslösungen
Kreis Neuwied. Der „Couch-Potato“ ist allgemein als Spezies des eher trägen Konsumenten bekannt, der anderen vor dem Fernseher, „bewaffnet“ mit der Chipstüte, bei diversen Aktivitäten zusieht. Beim Sport etwa. Tatsächlich ist Sport vor dem Bildschirm aber auch in aktiver Mitwirkung machbar – ein vielversprechendes Konzept bietet hier das Start-up-Unternehmen COPETEC UG aus dem Landkreis Neuwied mit dem Online-Portal „Digitale Gesundheitslösungen“ der beiden Jung-Unternehmer Jan Anhäuser und Manuel Minnich aus Neustadt/Wied.
Nachdem sie ihre Vorstellungen zunächst der Fachkräfteallianz Neuwied nahebringen konnten, präsentierten die innovativen jungen Firmengründer ihre digitalen Gesundheitslösungen nun auch Landrat Achim Hallerbach und Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen im Rahmen eines persönlichen Austauschs im Kreishaus. „Gesundheit zu jeder Zeit und überall lautet die selbst definierte Faustformel für die digitalen Gesundheitslösungen. Die bestehen wiederum vornehmlich in Präventionskursen – vorbeugen ist bekanntlich besser, als krank in die Röhre zu schauen.
„Generell ist betriebliches Gesundheitsmanagement eine Maßnahme der Mitarbeiterfürsorge, die im Idealfall auch zur Reduktion von Fehlzeiten führt, motivierend wirkt und die Identifikation mit dem Arbeitsplatz stärkt. Bei den beiden Start-up Unternehmern aus unserem Landkreis freut es mich darüber hinaus, dass sie von ihrem Konzept so überzeugt sind, dass sie den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben“, stellt Landrat Achim Hallerbach anerkennend fest.
In der Tat sieht das junge Unternehmer-Duo den von ihnen selbst so bezeichneten „Return of Investment“ für den Arbeitgeber durchaus auch in „weichen“ konnotativen Faktoren wie Mitarbeiterbindung sowie als Imageträger für eine positive Außenwirkung; im Mittelpunkt steht allerdings die klassische Gesundheitsvorsorge im betrieblichen Gesundheitsmanagement für Nutzerinnen und Nutzer.
„Mit unserer digitalen Gesundheitsplattform „COPETEC HealthHub“ stellen wir Unternehmen und ihren Mitarbeitenden umfassende Inhalte zur Gesundheitsprävention bereit. Unser Fokus liegt auf den Bereichen Bewegungsförderung, Stress- und Ressourcenmanagement sowie der Prävention von Atemwegserkrankungen. Wir decken damit gezielt die drei größten Bereiche ab, die für Ausfallzeiten in Betrieben verantwortlich sind. Das Portal bietet hierfür eine Kombination aus zertifizierten Online-Präventionskursen, kurzen Pausenroutinen, fundierten Selbsttests und praxisnahem Gesundheitswissen. Weitere Informationen zur Plattform sind auf unserer Website www.copetec.de abrufbar“, erläutern Jan Anhäuser und Manuel Minnich.
Die beiden Jung-Unternehmer aus Neustadt/Wied werden seit August vergangenen Jahres von der IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied unter der Leitung von Regionalgeschäftsführerin Kristina Kutting im Rahmen des rheinland-pfälzischen Gründerstipendiums Start.in.RLP begleitet. „Das Gründerstipendium Start.in.RLP ist ein Förderinstrument des Landes Rheinland-Pfalz zur Unterstützung innovativer Geschäftsideen. Die Betreuung erfolgt für die Dauer eines Jahres“, weiß Kreiswirtschaftsförderer Harald Schmillen zu berichten. Das Coaching umfasst insbesondere Beratung zur Unternehmensentwicklung, zur Markterschließung sowie zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, dem das Verhindern von Erkrankungen zugrunde liegt.
„Dadurch, dass unsere Plattform 24/7 sozusagen rund um die Uhr nutzbar ist, entsteht höchste Flexibilität für unsere User, die unser Gesundheits-Angebot nach Bedarf in ihren Alltag integrieren können“, weisen Jan Anhäuser und Manuel Minnich auf die Vorteile ihres Instrumentariums hin. Die so bezeichneten User finden sich wiederum in drei Zielgruppen wieder, die das Unternehmer-Duo aus dem Wiedtal für sich identifiziert hat: die IT-Branche, den Finanzsektor und den Öffentlichen Dienst. Damit schließt sich wiederum der Kreis zur Kreisverwaltung und Landrat sowie zur Wirtschaftsförderung des Landkreises, die das Engagement des Start-Up entsprechend wohlwollend aufnahmen.
„Unser Landkreis ist deshalb so stark, weil er nicht nur über einen guten Branchenmix mit verschiedensten Firmengrößen verfügt, sondern eben auch eine zukunftsweisende Bandbreite von klassischer Unternehmensausrichtung bis hin zu digitalen Formaten und KI-Technologien hat und haben wird. In letzterem Sinne treiben wir ja auch den Aufbau eines Anwendungszentrums für Robotik und KI voran“, unterstreichen Landrat Achim Hallerbach und Kreiswirtschaftsförderer Harald Schmillen.
Von Landrat Achim Hallerbach gab es zum Abschluss des Austauschs noch einen verbalen Motivations-Schub mit auf den Weg vom Kreishaus nach Neustadt:
„Unser Landkreis will auch Ideenschmiede sein, seriöse Think-Tanks sind inspirierend und geben Impulse für eine weiterhin positive und starke Positionierung. Sie haben nicht nur Ideen, sondern setzen sie auch um“, lobte Landrat Achim Hallerbach mit besten Wünschen für eine gesunden digitalen Weg des Wiedtaler Start-up den beispielgebenden Modellcharakter der digitalen Gesundheitslösungen aus dem Kreis Neuwied.
Foto-Unterzeile: Landrat Achim Hallerbach und Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen
konnten die beiden Jung-Unternehmer Jan Anhäuser und Manuel Minnich aus
Neustadt/Wied vom Start-up-Unternehmen COPETEC UG mit der digitalen Gesundheitsplattform „COPETEC HealthHub“ zum informativen Austausch im Kreishaus begrüßen. Foto: Thomas Herschbach





