Ein volles Haus, gespannte Aufmerksamkeit und ein Publikum, das sichtlich berührt war: Die Lesung „Zwischen Mut und Zuversicht“ mit der Koblenzer Autorin Anja Allmanritter im Theater Mittelrhein erwies sich am Sonntagnachmittag als voller Erfolg. Im Rahmen der Reihe „Literaturcafé“ des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) Rheinland-Pfalz und des Kulturwerk rheinland-pfälzischer Schriftsteller e.V. zog die Veranstaltung zahlreiche Literaturinteressierte nach Urbar.

Anja Allmanritter, die aufgrund ihrer Parkinson-Erkrankung ihren ursprünglichen Beruf als Juristin aufgeben musste, fand im Schreiben eine neue Ausdrucksform – und berührte mit ihren Texten und Gedichten das Publikum tief. Offen, ehrlich und eindrucksvoll schilderte sie ihre persönlichen Erfahrungen und zeigte, wie Schreiben zur Brücke werden kann: zu sich selbst und zu anderen. Mit Auszügen aus ihren Werken, darunter auch ihr aktuelles Buch „Hubert und das große Zittern“, gelang es ihr, Mut zu machen und gleichzeitig für einen offenen Umgang mit der Krankheit zu sensibilisieren. Immer wieder wurde deutlich, wie wichtig Zuversicht, Austausch und Sichtbarkeit im Umgang mit Parkinson aber auch anderen chronischen Krankheiten sind.

Die große Resonanz und die positive Stimmung im Saal spiegelten wider, wie sehr das Thema des Nachmittags die Besucherinnen und Besucher bewegte. Passend im Vorfeld des Welt-Parkinson-Tages am 11. April setzte die Veranstaltung ein starkes Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis im Umgang mit der Erkrankung.

Die Reihe „Literaturcafé“ hat mit dieser Lesung einmal mehr gezeigt, wie Literatur verbinden, aufklären und inspirieren kann.

Das Buch Hubert und das große Zittern (ISBN 978-3-910345-08-9) gibt es im Verlagsshop www.freigeistpr.de oder im Buchhandel zu erwerben.