Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz/4er-Netzwerk e.V. ist der Vorstand neu gewählt worden. Landtagspräsident Hendrik Hering, der weiterhin Präsident des Partnerschaftsverbandes ist, begrüßte mehr als 170 Gäste im Plenarsaal des Landtags. Er lobte die Arbeit des bundesweit einzigen Dachverbands für Städtepartnerschaften auf Landesebene.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand des Partnerschaftsverbandes neu gewählt. Landtagspräsident Hendrik Hering wurde für weitere zwei Jahre erneut zum Präsidenten des Verbands gewählt. Staatssekretärin Heike Raab (Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa und Medien), Thomas Linnertz (Präsident der ADD Rheinland-Pfalz), Thomas Barth (MdL, CDU-Fraktion) und Fabian Ehmann (MdL, Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion) wurden als Vizepräsident:innen gewählt. Nach zahlreichen Jahren im Amt der Vizepräsidentin und des Vizepräsidenten des Partnerschaftsverbandes wurden Ruth Ratter (ehemalige Landtagsabgeordnete für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen) und Hans-Josef Bracht (Landtagsvizepräsident a.D.) verabschiedet und zu Ehrenvizepräsidenten ernannt.
Mehr Mitglieder, Projekte und Fördermöglichkeiten
Zur Eröffnung der Sitzung betonte Hendrik Hering, dass im vergangenen Jahr ein neues EU-Parlament gewählt wurde wie auch neue Kommunalparlamente in Rheinland-Pfalz. Auch in den osteuropäischen Partnerregionen von Rheinland-Pfalz, Oppeln und Mittelböhmen, wurden die regionalen Parlamente neu gewählt. Auf all diesen Ebenen spielten die kommunalen Partnerschaften eine wichtige Rolle und seien teilweise noch ausgebaut worden, wofür Hering allen ehrenamtlich und kommunalpolitisch Aktiven dankte. Diese erfreuliche Entwicklung spiegele sich auch in der steigenden Zahl der Mitglieder des Partnerschaftsverbandes wider. Derzeit zähle der Verband rund 250 Mitglieder (Kommunen, Vereine, Landkreise). Im Jahr 2024 wurden auch zwei Initiativen für die Gründung von neuen Städtepartnerschaften mit der französischen Partnerregion Burgund-Franche-Comté ins Leben gerufen: in Eich (Rheinhessen) mit der Gemeinde Bletterans und in Leinsweiler (Pfalz) mit der Kommune Noyers-sur-Serein.
Europäischer Jugend Stimme und Bühne geben
Besonders am Herzen liege Hendrik Hering, der Jugend in der EU eine Stimme und eine Bühne zu geben. Hierfür seien das Deutsch-Französische Jugendparlament und eine Simulation des EU-Rats mit Jugendlichen aus Frankreich, Polen, Tschechien und Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen worden. Ungeachtet dessen sollen weitere Formate entwickelt werden, die es allen Generationen ermöglichten, teilzunehmen und in einen Dialog zu treten. Dafür habe Rheinland-Pfalz mit dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds ein sehr gutes Finanzierungsinstrument, so Hendrik Hering. Im Jahr 2024 seien in Rheinland-Pfalz 91 kommunale Projekte mit insgesamt 330.000 Euro vom Bürgerfonds bewilligt worden. Hendrik Hering dankte hierfür dem Geschäftsführer des Partnerschaftsverbandes, Jonathan Spindler, der sich in seiner Funktion als regionaler Berater für den Bürgerfonds mit großem Engagement einsetze. Die Zusammenarbeit zwischen dem Partnerschaftsverband und dem Bürgerfonds wurde um zwei Jahre verlängert und das Thema „Demokratieförderung“ zum Jahresmotto des Bürgerfonds für 2025 ausgewählt, erklärte Hendrik Hering. Selten sei es so wichtig gewesen, auf allen Ebenen für die europäische Einigung und Verständigung einzutreten und Freundschaften über Landesgrenzen hinweg zu intensivieren.
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