Wirtschafts- und Energieminister Michael Ebling hat im Rahmen seiner „Entdeckertour“ die Vulcan Energie Ressourcen GmbH in Landau besucht. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, den strategisch bedeutenden Zukunftsrohstoff Lithium in Rheinland-Pfalz CO2-neutral zu gewinnen. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit rund 17 Millionen Euro.
„Rheinland-Pfalz verfügt im Süden des Landes über ein wertvolles Rohstofflager, mit dem wir zur Versorgung von Wirtschaft, Industrie und Bevölkerung beitragen können. Die Auszeichnung als strategisches Projekt der EU unterstreicht, welchen Stellenwert die rheinland-pfälzische Lithiumgewinnung hat. Sie kann zu einer sicheren und resilienteren Versorgung von Rheinland-Pfalz, Deutschland und Europa mit heimischen Rohstoffen beitragen – und das noch dazu CO2-neutral“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Michael Ebling vor Ort in Landau. Zudem bedeute eine heimische Rohstoffgewinnung, sich unabhängiger von anderen Ländern und deren Rohstofflieferungen zu machen. Das sei mit Blick auf die derzeitige geopolitische Situation von ganz besonderer Bedeutung und trage zur Standortresilienz von Rheinland-Pfalz bei.
Lithium ist ein zentraler Rohstoff für die Herstellung moderner Batterien und Akkumulatoren. Es wird insbesondere in der Elektrofahrzeugindustrie sowie für Stromspeicher benötigt und ist damit ein wesentlicher Baustein der Energie- und Mobilitätswende. „In Landau-Queichheim und Insheim, werden somit Rohstoffe für die Technologien der Zukunft gewonnen“, so der Minister.
Minister Ebling besichtigte die Lithiumextraktionsoptimierungsanlage (LEOP) sowie den Bohrplatz Schleidberg. Im Anschluss tauschte er sich mit Vertretern der Vulcan Energie Ressourcen GmbH über die Bedeutung des Projekts für den Industriestandort Rheinland-Pfalz sowie dessen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Stärkung der Resilienz europäischer Lieferketten aus.
Projekt setzt auf CO2-neutrale Lithium-Produktion
Die Vulcan Energie Ressourcen GmbH plant die kombinierte, CO2-neutrale Produktion von Lithium und zugleich die Nutzung der Erdwärme mittels Tiefengeothermie. Damit sollen Produktions- und Verarbeitungsprozesse ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe erfolgen. Die Vulcan Energie Ressourcen GmbH arbeitet in verschiedenen Projekten bereits mit namhaften Industriepartnern wie der BASF SE oder VW zusammen.
Nach Gewinnung und Aufbereitung des lithiumhaltigen Thermalwassers in Landau wird das gewonnene Lithiumchlorid in eine Industrieanlage nach Frankfurt-Höchst transportiert und dort weiter zu Lithiumhydroxid verarbeitet. Endprodukt ist das batteriefähige Lithiumhydroxid-Monohydrat, das zur Batterieherstellung genutzt werden kann.
Finanzielle Förderung
Das Land Rheinland-Pfalz kofinanziert das Fördervorhaben des Bundesmit bis zu 17,2 Millionen Euro. Die Zuwendung erfolgt innerhalb des europäischen Rechtsrahmens des „Temporary Crisis and Transition Framework“ (TCTF).
Vulcan Energy investiert in den Projekten in Hessen und Rheinland-Pfalz ein Gesamtvolumen von 690 Millionen Euro. Der Bund unterstützt mit insgesamt 103,6 Millionen Euro, von denen die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen zusammen 30 Prozent kofinanzieren.





