Am Internationalen Museumstag können vier Museen besichtigt werden

Lahnstein. Am Pfingstsonntag, 19. Mai 2024 sind zum Internationalen Museumstag in Lahnstein bei freiem Eintritt der Hexenturm am Salhofplatz, das Stadtmauerhäuschen, das Bergbaumuseum Friedrichssegen und das CCO-Fastnachtsmuseum im Martinsschloss geöffnet.

Das Stadtmauerhäuschen in der Hintermauergasse 19, Außenstelle des Lahnsteiner Heimatmuseums, Abteilung Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts, ist von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Da der Museumstag auf Pfingsten fällt, erinnert der Förderkreis Stadtmauerhäuschen an einen christlichen Pfingstbrauch aus dem 14. Jahrhundert, der sich in Oberlahnstein bis in die heutige Zeit erhalten hat: Tanz und Spiel unter der Pfingsteierkrone. Eine mit Buchsbaum umwickelte Krone mit 13 Eierketten wird über der Hintermauergasse hängen, wie es früher an vielen Stellen in der Stadt üblich war.

Dies wird anhand zahlreicher Fotografien und Presseberichte. Zudem erläutert der Förderkreis, welche Lieder darunter von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einst gesungen und getanzt wurden.

Natürlich steht auch das gesamte Stadtmauerhäuschen mit seinen engen Räumen zur Besichtigung offen. Kaum zu glauben, dass hierin einmal eine Familie mit neun Kindern lebte. Auf der obersten Speicherebene, dem mittelalterlichen Wehrgang kann zudem die Ziegelausstellung „Alles Backstein, oder was?“ besucht werden.

Seit 1965 befindet sich im Hexenturm am Salhofplatz das Lahnsteiner Heimatmuseum. Um 14.00 und um 15.00 Uhr beginnt jeweils eine 45-minütige Turmführung durch alle drei Etagen einschließlich der Aussichtsplattform. Hier lässt sich die tolle Aussicht mit dem Vierburgenblick in 25 Meter Höhe erleben. Das Erdgeschoss (Verlies) mit der Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte ist von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Das Fastnachtsmuseum im Martinsschloss startet in seine neue Saison. Seit 1996 wird das Museum vom Carneval Comité Oberlahnstein geführt und unterhalten und ist eine wahre Fundgrube für Freunde des närrischen Brauchtums. Gezeigt wird alles, was zur fünften Jahreszeit in Lahnstein und der Region gehört, darunter Narrenkappen, Kostüme und Uniformen, Plakate und Programmhefte, Orden und Pins, tausende Fotos und allerlei Kuriositäten. Über den Schwerpunkt Lahnstein hinaus können auch Orden aus Koblenz, Köln, Mainz, den USA und England sowie anderen Fastnachtshochburgen bewundert werden.

Geöffnet ist von 13.30 bis 16.30 Uhr und an allen folgenden Sonntagen von 15.00 bis 16.30 Uhr. Der Eingang befindet sich im Innenhof des Martinsschlosses.

Das Bergbaumuseum Friedrichssegen, gegründet 2000 vom Arbeitskreis Grube Friedrichssegen, befindet sich im Stadtteil Friedrichssegen, Ahlerhof, nahe dem Lahnkraftwerk. Dieses Kleinod fasziniert mit seinen ausgestellten Exponaten, Mineralien und Fotografien. An einem Modell des Bergbaudorfes um 1900 kann man sich in die Zeit hineinversetzen, als das ganze Tal noch vom Bergbau beherrscht wurde. Nach dem Tod des langjährigen Betreuers Egon Korn wagen Patrick Korn und S. Schupp den Neuanfang zusammen mit Stadtarchivar Bernd Geil. Als Spezialist für Mineralien werden sie am Museumstag von Horst Christ aus Ölsberg unterstützt.

Geöffnet ist von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Ab 21. Mai wird das Bergbaumuseum wieder jeden Dienstag von 14.00 bis 17.00 Uhr für Besucher offenstehen.

 

 

Bildunterzeilen

Bild 1: Am Stadtmauerhäuschen lässt sich vieles zur Tradition der Pfingsteierkrone erfahren. Auch schon in den 1920er Jahren hing sie in der Hintermauergasse, hier am Bürgerturm. (Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)