Vernissage der Ausstellung „Pinsel trifft Scheibe“ zeigt Solidarität mit der Ukraine
Lahnstein. Keramik auf hohem Niveau ist bei der aktuellen Ausstellung „Pinsel trifft Scheibe“ im Foyer des Theaters Lahnstein zu sehen. Gabriele Schönberger (Drehscheibe) und Andrea Lange (Dekormalerei) präsentieren in ihrer Werkschau verschiedenste Objekte der keramischen Kunst. Beide arbeiten seit dem Jahr 2012 gemeinsam in der Keramikwerkstatt des Klosters Maria Laach. Andrea Lange wurde in der berühmten Manufaktur Meißen, Gabriele Schönberger in Höhr-Grenzhausen ausgebildet.
In Lahnstein zeigen sie ihre eigenen Entwürfe und die rund 100 Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung am 24. April waren begeistert von der Vielfalt der Objekte und deren perfekter Ausführung.
In seiner Begrüßung fragte Intendant Friedhelm Hahn nach Sinn und Zweck der Kunst in einer Zeit, in der Krieg und Zerstörung den Alltag bestimmen. Seine Antwort war mit Heinrich Böll gesprochen klar: Kunst müsse angehen gegen die Ungerechtigkeiten der Welt, Kunst müsse Flagge zeigen. Das sei, neben ihrer ästhetischen Dimension, ihre eigentliche Aufgabe.
Wie gut passte hier dazu, dass Gabriele Schönberger unter dem Titel „Flaschenpost der Hoffnung (Ukraine)“ zwei Vasen in den Nationalfarben der Ukraine gefertigt hat, die als Blickfang die Ausstellung eröffnen und die man zugunsten ukrainischer Geflüchteter versteigern will. Gelebte Solidarität also und rundum eine gelungene Ausstellungseröffnung.
Die Ausstellung ist während der Aufführungszeiten des Theaters zu sehen.





