Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) hat die aufwendige, denkmalgerechte Sanierung der neuen Ausstellungsräume des Landesmuseums Koblenz in den Gebäudeteilen „Hohe Ostfront“ und „Landbastion“ der Festung Ehrenbreitstein abgeschlossen. Die für den LBB zuständige Finanzministerin Doris Ahnen übergab die Räumlichkeiten daher nun symbolisch an den für das Landesmuseum zuständigen Innenminister Michael Ebling. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GKDE), die das Landesmuseum Koblenz betreibt, wird dort ab Sommer 2026 eine neue Dauerausstellung eröffnen.
„Für die Sanierung des Landesmuseums einschließlich der bereits Anfang 2023 übergebenen Festungskirche und Ausstellungsflächen hat das Land insgesamt rund 14,1 Millionen Euro investiert. Mit den Umbauarbeiten wurden Denkmalpflege, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit konsequent miteinander verbunden. Die enge Einbindung der Denkmalpflege gewährleistet den Erhalt des historischen Charakters bei gleichzeitiger qualitätsvoller Weiterentwicklung der Bausubstanz. Ergänzend kamen nachhaltige Baustoffe zum Einsatz. Barrierefreie Zugänge, Aufzüge und WC-Anlagen ermöglichen allen Besucherinnen und Besuchern – unabhängig von Alter und Mobilität – eine uneingeschränkte Teilhabe an Kultur und Geschichte,“ betonte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.
Die Baumaßnahmen, die im Jahr 2021 begannen, umfassten die Sanierung der Innenräume der „Hohen Ostfront“ und der „Landbastion“. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem Verbesserungen im Bereich Brandschutz und Gebäudesicherheit sowie die Erneuerung der technischen Infrastruktur. Auch die Festungskirche wurde baulich saniert und zugleich als ökumenischer Andachtsraum und multifunktionaler Veranstaltungsort neu konzipiert.
Dem Landesmuseum Koblenz stehen fortan auf 1.200 Quadratmetern Fläche moderne Ausstellungsräume in insgesamt 18 ehemaligen preußischen Kasematten sowie der beeindruckenden Säulenhalle zur Verfügung. Dort folgt in den kommenden Monaten der Einbau des neuen Ausstellungsmobiliars sowie die komplette Neuordnung und Aktualisierung der Dauerausstellung.
„Die nun abgeschlossene Sanierung wertet nicht nur die Festung Ehrenbreitstein baulich auf, sondern ebnet den Weg für den Einbau der neuen, innovativen Dauerausstellung des Landesmuseums Koblenz. Die Ausstellung wird den Namen ‚Schaffensland Rheinland-Pfalz. Menschen. Geschichten. Arbeit‘ tragen und sich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes im 19. und 20. Jahrhundert widmen. Berührende Einzelschicksale, spannende Exponate und beeindruckende Rauminszenierungen werden die Ausstellung zu einem sehenswerten Erlebnis machen“, sagte Innenminister Michael Ebling.
Erstmals wird mit der neuen Ausstellung die Geschichte von Arbeit und Lebenswelten in Rheinland-Pfalz landesweit und epochenübergreifend erzählt. Ab Sommer 2026 können die Besucherinnen und Besucher anhand ausgewählter Biografien die Arbeits- und Lebensrealitäten von Frauen und Männern der vergangenen rund 200 Jahre kennenlernen – von der bäuerlichen Lebenswelt und der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts über die Umbrüche des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Ausstellung gibt Einblicke in unterschiedliche berufliche und soziale Kontexte und verbindet ungewöhnliche Originalexponate mit spannenden medialen Zugängen und raumprägenden Inszenierungen. Für die Konzeption und Gestaltung sowie die inhaltliche Erarbeitung und Vermittlung der Ausstellung stellt das Land rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Förderverein des Landesmuseums unterstützt das Projekt mit weiteren rund 200.000 Euro.





