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Kinder sind unsere Zukunft. Und wenn Kinder keine Möglichkeit haben einen Beruf zu erlernen, weil sie keine Schule besucht haben, ist das schon der Anfang vom Ende.“

Wir haben Schlagerstar Nicole getroffen, die 1982 mit ihrem Song ‘Ein bisschen Frieden’ im Alter von 17 Jahren schon den ‘Eurovision Song Contest’ gewann, den ersten Sieg für Deutschland in diesem Wettbewerb. Wir haben ihren emotionalen Auftritt im Rahmen der „Fly and Help“ Live-Show in der Lanxess Arena in Köln erlebt und uns mit ihr bei dieser Gelegenheit exklusiv unterhalten. Wir sprachen dabei unter anderem über ihre Erinnerungen, was dieses weltberühmte Lied bei ihr ausgelöst hat und dass es sich dabei keineswegs um ein One Hit Wonder hielt. Das komplette Video-Interview könnt ihr euch auch online auf www.magazin-next.de/nicole oder auf unseren sozialen Kanälen anschauen.

Man konnte die Zuneigung des Publikums förmlich spüren. Haben Sie die auch gespürt?

Ja, auf jeden Fall. Das Publikum und ich wir mögen uns.

Das Publikum liebt Sie würde ich gar sagen. Die Menschen waren hin und weg. Die Stimmung war phantastisch. Ganz großes Kompliment. Eine Frage: Ein Sprung zurück in das Jahr 1982. Da kommt´s ja her. Was ist Ihre stärkste Erinnerung an diese Zeit?

Die stärkste Erinnerung ist die an den 24. April.  Da brach der Falklandkrieg aus. Und dann kommt da ein Mädchen mit einer weißen Gitarre und wünscht sich nichts sehnlicher als ein bisschen Frieden. Was noch bewegender war, war die Tatsache, dass ich an diesem Abend als deutsches Mädchen mit einem Friedenslied aus Israel 12 Punkte bekam. Das war eine Sensation. Und dazu auch noch eine Einladung nach Tel Aviv, um dort in der Kaserne vor den Soldaten „Ein bisschen Frieden“ zu singen. Das war Gänsehaut pur. Dieses Bild, das ich vor mir habe: dass die Soldaten im Freien auf einer Anhöhe sitzen mit ihren Waffen auf dem Boden und sich an der Hand fassen und sich zu dem Lied bewegen, bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf.

Sie haben viel bewegt damit bei den Menschen. Ich glaube kaum ein Mensch ist so in persönlicher Erinnerung geblieben. Der Song ist ja auch nicht zu einem sogenannten „One Hit Wonder“ verkommen. Es gab noch so viele Dinge danach. Zum Beispiel 17 Mal auf Platz 1 in der Hitparade. Das sind auch Rekorddaten. Das waren tolle Zeiten. Im Jahr 2019 haben Sie eine Zusammenarbeit mit Heinz Rudolf Kunze gestartet. Wie kam es denn zu dieser Geschichte?

Ach, wir kennen uns schon ewig. Heinz Rudolf und ich haben fast zur gleichen Zeit angefangen. Er ist knapp 10 Jahre älter als ich. Aber das hat von Anfang an immer gematcht zwischen uns. Er schreibt eben auch Texte, die berühren, die ans Herz gehen und die Tiefgang haben. Es ist weit weg, jenseits von jeder Oberflächlichkeit. Und das ist etwas, das ich an ihm immer schon sehr geschätzt habe. Umgekehrt hat er aber auch immer gesagt, wenn er sich aus dem Bereich Schlager jemanden aussuchen könnte, mit dem er zusammenarbeiten würde, wäre das Nicole. Und von dem Moment an waren wir befreundet. Heinz Rudolf hat zum letzten Album sechs Titel beigesteuert und wird auch für das neue Album, das im Oktober erscheint, wieder mit von der Partie sein. Zusammen mit Jens Carstens, seinem Schlagzeuger, der komponiert. Da freue ich mich schon drauf, weil ich weiß, dass ich kein einziges Wort ändern muss. Der Text ist einfach gut.

Wie kam es nun zu der Kooperation zu „Fly and Help“?

Reiner Meutsch kenne ich auch schon sehr lange. Er war früher beim Rundfunk, bei RPR, und da hatte ich schon öfter mit ihm zu tun. Er hat dann moderiert, auch auf der Bühne. Und irgendwann hat er mir erzählt, dass er seine Firma „Berge und Meer“ verkauft hat und „Fly and help“ gründen will. Ob ich bereit wäre ihn zu unterstützen. Ich habe keine Sekunde gezögert. Das ist eine tolle Sache, die du da machst, habe ich ihm gesagt. Kinder sind unsere Zukunft. Und wenn Kinder keine Möglichkeit haben einen Beruf zu erlernen, weil sie keine Schule besucht haben, ist das schon der Anfang vom Ende. Und so habe ich gesagt: „Whenever you call my name, I´ll be there.“ Das habe ich jetzt schon ein paar Mal gemacht. Es ist immer wieder schön zu sehen wie es Früchte trägt. Und wenn man weiß, dass jeder Cent, der gespendet wird, auch wirklich dort ankommt. Deshalb unterstütze ich ihn auch weiter und hoffe, dass er das noch ganz lange machen kann

Vielen Dank, Nicole, vielen Dank Johannes Fischer, die das Interview in unserem Auftrag führte.