Vallendar gewinnt in Friesenheim

Linksaußen Kalani Schmidt konnte beim Auswärtssieg 9 Treffer erzielen

Linksaußen Kalani Schmidt konnte beim Auswärtssieg 9 Treffer erzielen

Nach neun Niederlagen in Serie konnte der HV Vallendar am Wochenende endlich wieder einen Sieg einfahren. Gegen Tabellenschlusslicht Friesenheim gewannen die Löwen am Ende souverän mit 24:31. Für den HVV ein ganz wichtiger Erfolg und hoffentlich der Beginn einer Serie.

Durchweg erleichterte Gesichter sah man bei den Vallendarer Handballern, nachdem diese die TSG Friesenheim II schlagen konnten. Endlich wieder ein Sieg, auch wenn dieser gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten absolute Pflicht war. Oliver Lohner: „Es ist egal gegen wen und wie dieser Sieg zustande kam. Für uns war das enorm wichtig und eine Belohnung für die guten Leistungen der letzten Wochen.“ Nach dem Trainerwechsel von Christoph Barthel auf Wolfgang Reckenthäler und Veit Waldgenbach schien ein Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein. Gegen die Spitzenteams aus Hochdorf und Zweibrücken war der HVV über weite Strecken auf Augenhöhe, doch Punkte sprangen dabei noch nicht heraus. In Friesenheim war es dann endlich soweit. Doch ein Selbstläufer war die Begegnung keineswegs, sondern ein hartes Stück Arbeit.

Vor allem in den ersten 20 Minuten machte die heimische TSG den Rheinländern das Leben schwer. Oder treffender gesagt: Der HVV machte sich das Leben selbst schwer. Im fast menschenleeren TSG Sportzentrum ging der HVV zunächst in Führung, doch agierte in der Folge zu unkonzentriert. Fehlende Absprachen in der Deckung und technische Fehler, sowie Fehlwürfe im Angriff prägten zunächst das Bild. Besonders in der Defensive machte sich das Fehlen von Spezialist Dominik Stein bemerkbar, der beruflich verhindert war. Es kam sogar soweit, dass die „kleinen“ Eulen nach 12 Minuten mit 6:5 in Führung gingen. Beim HVV trat erst nach und nach Besserung ein. Es war in erster Linie auch Kalani Schmidt zu verdanken, dass Vallendar nicht weiter hinterherlief. Der Linksaußen erzielte sieben seiner insgesamt neun Tore in Halbzeit eins und war der Mann des Abends. Dabei hätte Schmidt eigentlich gar nicht auflaufen sollen. Auf Grund eines Sehnenabrisses im Finger war er eigentlich zum Zuschauen verdammt, erhielt erst in letzter Sekunde die Freigabe der medizinischen Abteilung.

Reckenthäler brachte nach einer Viertelstunde Lukas Hertz und Christian Schaub auf die Platte, formierte die Abwehr um. Nach 25 Minuten glückte endlich der Ausgleich zum 12:12. Vallendar war nun angekommen und übernahm das Kommando. Ein Doppelschlag von Kapitän Lohner und ein Tor von Christian Schaub mit dem Pausenpfiff, katapultierten Vallendar mit 12:15 in Front.

Der zweite Durchgang ist schnell erzählt, denn nach dem Seitenwechsel spielte nur noch der HVV. Die Löwen hielten den Vorsprung zunächst konstant, legten ab der 45. Minuten nochmal einen Zwischenspurt ein. Friesenheim ergab sich seinem Schicksal und hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Am Ende fuhr Vallendar einen verdienten 24:31-Erfolg ein, der im Kampf um den Abstieg Gold wert ist.

Die Mission Klassenerhalt geht in den nächsten Wochen weiter. Am kommenden Samstag, 23.02.2019 um 18:00 Uhr empfangen die Löwen den Tabellenelften aus Völklingen, danach geht es zum Vorletzten nach Homburg. Das Gespann Reckenthäler/Waldgenbach erwartet vier Punkte aus den beiden Begegnungen.

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), K. Schmidt (9), Hertz (5), Baldus (5), Woods (4/2), Lohner (3), F. Schmitt (2), Schaub (1), Busse (1), Strüder (1), Offermann, Schleier, Andree.

Quelle: HV Vallendar

veröffentlicht am: 18.02.2019

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