Ungewohntes Kräfteverhältnis bei Koblenz’ Oberligisten

Nach dem schwachen Saisonstart hat sich die TuS Koblenz in den vergangen Wochen stabilisiert und bewegt sich weiter in Richtung oberes Mittelfeld der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Im September blieb man ungeschlagen, eine Serie die auch in den Oktober hinein Bestand hatte. Zu viele Unentschieden verhinderten es jedoch, schnell Boden auf oberen Tabellenplätze gut zu machen. Der Lokalrivale Rot-Weiß Koblenz scheint derzeit in weiter Ferne.

TuS Koblenz via Facebook

 

TuS stabiler – Rot-Weiß weiterhin stark

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga legte die TuS auch in der Oberliga einen Fehlstart hin. Seit Anfang September sind die Ergebnisse jedoch deutlich vielversprechender. Einige Unentschieden bedeuten jedoch, dass die oberen Tabellenplätze wohl unerreichbar bleiben. Zu groß ist der Abstand bereits, um noch realistische Chancen zu haben, ganz oben anzugreifen. Mit einem Lauf in den nächsten Wochen könnte man sich jedoch von den Mannschaften im unteren Tabellendrittel absetzen und sich langsam im oberen Mittelfeld etablieren. Der Nachbar von Rot-Weiß setzt seine beeindruckende Saison fort und grüßt auch Anfang Oktober noch von der Tabellenspitze. Das aktuelle Kräfteverhältnis wäre vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar gewesen. Nach zwölf Spieltagen – und damit mehr als einem Drittel der Saison – ist die Oberliga-Tabelle Beweis für die bisher starke Saison von Rot-Weiß: Die meisten Siege, die meisten erzielten Treffer und die wenigsten Gegentore. Das kann sich sehen lassen!

 

Ende des Fußballjahres rückt näher

Wie in den meisten oberen Amateur-Spielklassen, geht es Anfang Dezember in die Winterpause. Auf nationaler Ebene und auf etwas höherem Niveau endet das Fußballjahr bereits Mitte November. Dann trifft die deutsche Nationalmannschaft im letzten Gruppenspiel der Nations League auf die Niederlande – ein Prestige-Spiel, in dem sich sicher beide Nationen Chance auf einen Sieg ausrechnen. Dies sollte sich auch in den Quoten der Anbieter von Online-Wetten widerspiegeln. Allerdings sollte dies bei Anbietern wie bet365 auch von Ergebnissen der Oktober-Länderspielpause abhängen. Sowohl Deutschland als auch die Niederlande werden das Fußballjahr 2018 wohl eher schnell vergessen wollen. Die Niederländer verpassten zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für ein großes Turnier. Die DFB-Elf schied bekanntermaßen sang-und klanglos in der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft aus. Deshalb sollte dem Spiel auch aufgrund der eigenen Ansprüche eine hohe Bedeutung zukommen. Zudem ist die Nations League ja bekanntermaßen eine Chance, sich für die Europameisterschaft 2020 zu qualifizieren. Von daher sollte die Partie aus vielerlei Hinsicht ernst genommen werden.

 

Rivale aus Trier strauchelt und entlässt Trainer

Die TuS Koblenz ist nicht der einzige rheinland-pfälzische Verein, dessen erfolgreichere Tage schon etwas zurückliegen. Auch die Eintracht aus Trier – 2005 aus der Zweiten Bundesliga abgestiegen – hat auf und neben dem Platz mit Problemen zu kämpfen. Nach einem holprigen Start in die Oberliga-Saison trennte man sich Anfang Oktober von Trainer Daniel Paulus. Paulus hatte die erste Mannschaft der Eintracht im Sommer 2017 übernommen. Zuvor war er als A-Jugend-Trainer des Trierer tätig. Als Interimstrainer – und das bis mindestens zur Winterpause übernahm Abwehrspieler Josef Cinar. Der 34-Jährige beendete damit seine Karriere als Spieler und wird in Torge Hollmann von einem weiteren ehemaligen Trierer Spieler unterstützt. Allerdings hatte der Trainerwechsel in der Liga keinen unmittelbaren Effekt: Beim Heimspiel gegen Dillingen kam die Eintracht nicht über ein 2:2 hinaus.

veröffentlicht am: 22.10.2018