Trockenheit setzt Stadtbäumen zu: rund 500 müssen gefällt werden

An den schwarzen Sporen ist die Rußrindenkrankheit zu erkennen. Der Pilz hat viele Ahorne im Stadtgebiet gefallen.

An den schwarzen Sporen ist die Rußrindenkrankheit zu erkennen. Der Pilz hat viele Ahorne im Stadtgebiet gefallen.

Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat ihnen stark zugesetzt: Erschreckend viele Stadtbäume sind in diesem Jahr gar nicht oder nur kümmerlich wieder ausgetrieben. Bei rund 500 Bäumen hat das Stadtbaummanagement des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen festgestellt, dass sie abgestorben sind oder dass sie absterben werden. Und so müssen in den kommenden Wochen deutlich mehr Bäume gefällt werden, als in den vergangenen Jahren.
Behinderungen auf der Simmerner Straße
Die trockenen Sommer seit 2003 haben viele Bäume geschwächt. So konnten sich auch Infektionen durch Pilze, wie die Rußrindenkrankheit bei Ahornbäumen, ausbreiten und Bäume abtöten „Bergahorn und Spitzahorn sind am häufigsten betroffen“, berichtet Stephan Dally vom Stadtbaummanagement. Deutlich erkennbar sind die Schäden unter anderem entlang der Simmerner Straße auf der Karthause. Dort müssen ab dem 10. Juni zwischen 50 und 100 Bäume gefällt werden. Dabei kann es zu Behinderungen des Verkehrs kommen, da die Straße einseitig gesperrt und eine Ampelschaltung eingerichtet wird.
Sperrung des Rheinsteigs
Stark betroffen ist auch die 9. Etappe des Rheinsteigs. Der Abschnitt von Ehrenbreitstein auf die Festung, entlang der Festung und weiter bis nach Urbar wurde mittlerweile gesperrt. Erst wenn die toten Bäume gefällt und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt ist, kann dort wieder gewandert werden.
Jungbäume treiben wieder aus

Entlang des Rheinsteigs in Ehrenbreitstein müssen abgestorbene Bäume gefällt werden. Der Wanderweg wurde deshalb gesperrt.

Entlang des Rheinsteigs in Ehrenbreitstein müssen abgestorbene Bäume gefällt werden. Der Wanderweg wurde deshalb gesperrt.

Ebenfalls gelitten unter dem bislang trockenen Sommer 2019 haben viele Jungbäume. Obwohl die Neupflanzungen regelmäßig gewässert werden, haben hohe Temperaturen von mehr als 40 Grad und starke UV-Strahlungen dazu geführt, dass ein Teil der Jungbäume die Blätter verloren hat. Hier sind die Stadtgärtner aber jedoch zuversichtlich, dass die Jungbäume nicht tot sind, sondern zum überwiegenden Teil wieder austreiben. Daher werden die Bäume auch weiterhin gewässert.
Unter den Neuanpflanzungen sind auch zahlreiche Besonderheiten. Denn auf der Suche nach zukunftsfähigen Bäumen für den Straßenraum pflanzt der Eigenbetrieb auch bislang wenig verbreitete Baumarten und -sorten der nördlichen Hemisphäre, die besser mit Trockenheit und Hitze zurechtkommen.

 

Quelle: Stadt Koblenz
Fotos: Stadt Koblenz

veröffentlicht am: 05.07.2019

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