TuS Koblenz sucht nach wie vor ein Stadion für das DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden

Am 12. August trifft der TuS Koblenz in der 1. Runde des DFB-Pokals 2017/18 auf Dynamo Dresden. Das Duell gegen den Zweitligisten ist für viele TuS-Fans bereits jetzt schon das Spiel des Jahres. Kurios ist die Tatsache, dass Koblenz ausgerechnet für dieses wichtige Spiel nach wie vor auf der Suche nach einem Stadion ist. Die eigene Heimspielstätte, das Stadion Oberwerth, wird derzeit umgebaut und wurde durch die Stadt Koblenz gesperrt.

Die Vorfreude auf das „Spiel des Jahres“ beim TuS Koblenz nimmt von Tag zu Tag zu. Mitte August trifft der Regionalligist in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2017/18 auf den Zweitligisten Dynamo Dresden. Es ist ein klassisches „David gegen Goliath“-Duell und, auch wenn der TuS als klarer Außenseiter in das Spiel geht, gibt es dennoch zahlreiche Fans, die auf ein echtes „Fußballwunder“ hoffen. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte des Pokalwettbewerbs, dass ein Viertligist für eine Überraschung sorgt. Dennoch ist Dresden beim Sportwetten-Anbieter bet365 der klare Favorit auf das Weiterkommen. Zuletzt hat Koblenz in der Saison 2010/11 am DFB-Pokal teilgenommen, damals jedoch noch als Zweitligist.

Die Suche nach einem Stadion geht weiter

Während die Fans voller Freude die Tage bis zum 12. August zählen, dürfte dies bei den Verantwortlichen ein wenig anders aussehen. Grund hierfür ist die aktuelle Lage rund um die Suche nach einer entsprechenden Spielstätte für das Pokalspiel. Als Regionalligist hat die TuS automatisch Heimrecht (was grundsätzlich positiv ist), im Koblenzer Oberwerth-Stadion wird das Spiel jedoch nicht stattfinden. Die Heimstätte des TuS ist aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen durch die Stadt Koblenz gesperrt und keine Option für das Pokalduell gegen Dresden. Seit Mai dieses Jahres wird die Leichtathletik-Bahn für 1,2 Millionen Euro erneuert, eine rechtzeitige Fertigstellung bis August ist jedoch ausgeschlossen. Durch die Stadionsperre ist der Verein dazu gezwungen sich eine neue Spielstätte zu suchen, aber dies gestaltet sich deutlich schwerer als angenommen.

Sämtliche Anfragen bei benachbarten Vereinen wurden bisher abgelehnt. Die Lage ist fast schon ein wenig verzweifelt und deshalb hat der Verein via Facebook auch eine (wohl) nicht ganz ernst gemeinte Suchaktion gestartet.

Kurios ist auch die Tatsache, dass der Verein seitens des Landes Nordrhein-Westfalens eine grundsätzliche Absage erhalten hat, das Pokalspiel auszutragen. Der TuS wollte das Stadion des Reserveteams des 1. FC Köln „mieten“, dies sei laut NRW jedoch aufgrund von Sicherheitsgründen nicht möglich. Vom 12 bis 13. August finden in NRW bereits sechs weitere Pokalspiele statt. Aber auch in Hessen sieht es nicht wirklich besser aus, denn die Städte Wiesbaden, Ludwigshafen und Mainz haben Koblenz gleichermaßen bereits eine Absage erteilt.

Es wird spannend zu sehen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt und vor allem wo und wann TuS Koblenz eine geeignete Spielstätte für das Pokalspiel gegen Dresden findet. Vor allem für die Fans wäre eine zeitnahe Lösung des Problems, u.a. mit Blick auf die Ticketbeschaffung, sicherlich hilfreich.

 

veröffentlicht am: 17.07.2017

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