Kultursensitivität im pädagogischen Alltag der Kindertagesstätten

Auf dem Foto v.l.: Beate Gniffke, Sachgebiet Kindertagesbetreuung im Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Prof. Dr. Heidi Keller und Marina Freund, Fachberatung Evangelischer Kirchenkreis Koblenz

Auf dem Foto v.l.: Beate Gniffke, Sachgebiet Kindertagesbetreuung im Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Prof. Dr. Heidi Keller und Marina Freund, Fachberatung Evangelischer Kirchenkreis Koblenz

Die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft macht auch vor den Koblenzer Kindergärten nicht Halt: Inzwischen verfügt durchschnittlich rund ein Drittel der Kinder in Kindertagesstätten über einen Migrationshintergrund. Der richtige Umgang mit den kulturellen Unterschieden spielt in der Entwicklung und Erziehung der Kinder, aber auch im Umgang mit deren Eltern, eine zentrale Rolle. Mit dem Fachtag „Kultursensitivität im pädagogischen Alltag“, zu dem das Sachgebiet Kindertagesstätten des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales Ende September einlud, hatte sich die renommierte Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Heidi Keller das Ziel gesetzt, Erzieherinnen und Erzieher aus Koblenzer Einrichtungen dazu zu animieren, ihre Arbeit durch eine „kulturelle Brille“ zu betrachten und sich auf diese Weise für das Thema Interkulturalität zu sensibilisieren. Mit der Frage „Was ist Kultur?“ und der Erarbeitung kultursensitiver Aspekte am praktischen Beispiel „Essen und Mahlzeiten“ vermittelte sie Impulse aus unterschiedlichen Kulturen und zeigte eindrucksvoll auf, wie wichtig das Wissen über kulturelle Unterschiede und die Kommunikation miteinander für eine gelingende Integration ist.

Prof. Dr. Heidi Keller – zur Person:
Prof. Dr. Heidi Keller war bis zur Emeritierung Leiterin der Abteilung „Entwicklung und Kultur“ am Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Osnabrück und der Forschungsstelle „Entwicklung, Lernen und Kultur“ des niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung. Für ihr wissenschaftliches Lebenswerk wurde sie mehrfach ausgezeichnet und u. .a. von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie geehrt. Sie setzt sich intensiv für die Anwendung kultur- und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse im Bereich der Elementar- und Krippenpädagogik ein.

Quelle: Stadt Koblenz

veröffentlicht am: 26.09.2017

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