Im Sinne Raiffeisens: Bürger bauen ein Kartongebäude

Gemeinsame Aktion mit Künstler bei Kultursommer-Eröffnung

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“: Dieser Sinnspruch des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist auch das Motto der Kultursommer-Eröffnung, die Neuwied vom 27. bis 29. April in eine wahre Kulturstadt verwandelt. Das Beste daran: Die Bürger der Deichstadt können sich mit mehreren Aktionen aktiv daran beteiligen.

Das wohl wichtigste Projekt ist „Die vergängliche Stadt“, eine Installation des Künstlers Olivier Grossetête. Worum geht es dabei? Gemeinsam mit rund 200 Bürgern aus Neuwied und Umgebung will der Künstler am Samstag, 28. April, ab 11 Uhr auf dem Luisenplatz ein bis zu 25 Meter hohes Gebäude errichten – nur aus Kartonteilen und Klebeband. Und nur mit den eigenen Händen und aus eigener Kraft, denn auf die Hilfe eines Krans oder einer anderen Maschine wird bewusst verzichtet. Das monumentale, etwa 20 Meter hohe Kartongebäude soll ein Gemeinschaftsprojekt sein, das sich nur verwirklichen lässt, wenn viele Menschen anfassen.

Die Realisation des aufwendigen, das Stadtbild für zwei Tage prägenden Objekts erfordert natürlich eine gewisse Vorbereitung. Alle, die sich für eine Mitarbeit interessieren, sind eingeladen, zwischen dem 23. und 29. April an einem der drei- bis vierstündigen Workshops, am Auf- oder Abbau teilzunehmen. Das entsprechende Formular sowie weitere Infos gibt es im Internet unter formular.io/f/kartonhaus2018. Zudem liegen die Formulare an mehreren Stellen im Stadtgebiet – unter anderem im Verwaltungshochhaus an der Engerser Landstraße.

Zum Foto: Gemeinsam schafft man viel – zum Beispiel den Bau eines riesigen Kartonhauses. Fotograf: Sebastian Laval

Quelle: Stadt Neuwied
Foto: Fotograf Sebastian Laval

veröffentlicht am: 10.04.2018

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