HVV verliert in letzter Sekunde

Spielmacher Merlin Busse konnte sein Comeback geben

Spielmacher Merlin Busse konnte sein Comeback geben

Dem HV Vallendar gelang es im letzten Heimspiel der Saison gegen die HSG Kastellaun/Simmern nicht, einen Vorsprung ins Ziel zu retten. Andrius Zigelis erzielte eine Sekunde vor dem Spielende den 23:24-Siegtreffer und stürzt die Löwen tiefer in die Krise.

Dabei fand der HVV durchaus gut ins Spiel, denn man zeigte vor allem in der Defensive eine engagierte Leistung. Doch schon da zeichnete sich ab, dass man Kastellauns Top-Torjäger Henrik Walb nicht in den Griff bekommen konnte. Der Halblinke stellte die 3:2:1-Abwehr der Hausherren vor große Probleme, indem er vor allem Durchsetzungsvermögen in Zweikämpfen zeigte.

Die Löwen spielten munter mit, gaben das Tempo vor und lagen stetig in Führung. Im Angriff war es vor allem Lukas Hertz, der das Heft in die Hand nahm und auf der Mitteposition die Fäden zog.

Zwischen der 11. und der 19. Minute hatte Vallendar dann seine stärkste Phase. Torhüter Bastian Burgard parierte mehrfach glänzend, darunter einen Siebenmeter, und leitete schnelle Gegenstöße ein. Hier zeigten die Rheinländer endlich das Gesicht, welches man in der vergangenen Spielzeit noch viel öfter zeigte. Dadurch ging der HVV zwischenzeitlich mit 11:7 in Front. Doch plötzlich ging ein Ruck durch das Team von Christoph Barthel. Auf einmal wollte nichts mehr funktionieren, man produzierte massenhaft Fehlpässe und technische Fehler. Kastellaun verkürzte den Rückstand und ging letztendlich durch Walb und Wendling sogar in Führung. Beim Stand von 12:13 wurden die Seiten gewechselt.

Anfang der zweiten Hälfte korrigierten die Löwen den Pausenrückstand aber umgehend wieder. Die Etablierten Lohner und Hertz übernahmen Verantwortung und trafen sicher ins Tor der Gäste. Auch der zuvor lange verletzte Merlin Busse konnte endlich wieder das Feld betreten. Er brachte Struktur und Ordnung in das Spiel seiner Mannschaft, setzte vor allem Oliver Lohner immer wieder sehenswert in Szene. Drei Tore nach Gang von Kevin Spreda brachten die Gäste eine Viertelstunde vor dem Ende wieder auf Augenhöhe. Doch der HVV ließ sich davon nicht irritieren, durch Baldus, Woods und Strüder ging man sechs Minuten vor dem Ende wieder mit 23:21 in Führung – es sollten die letzten Treffer der Löwen in diesem Spiel bleiben.

Zigelis und Walb glichen in einer dramatischen Schlussphase erneut aus, im Gegenzug gelang dem HVV kein Treffer. 40 Sekunden vor dem Ende waren die Löwen in Ballbesitz, Barthel nahm seine letzte Auszeit. Man besprach einen Spielzug und wollte aber zumindest einen Punkt behalten. Doch dann verlor Moritz Gutfrucht die Nerven. Ohne Druck und ohne angezeigtes Zeitspiel nahm sich der Halblinke einen Wurf. Kastellauns junger Torhüter Luca Korbion fing diesen Ball. Die Hunsrücker stürmten in Richtung des Vallendarer Tores, bis schließlich Andrius Zigelis eine Sekunde vor Abpfiff einen krachenden Unterarmwurf im Netz unterbrachte.

Der HVV verliert damit weiter den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld und verpasste es zudem mit Kastellaun gleichzuziehen. Bereits am Freitag, 15.12.2017 reist man zu Aufsteiger SG Gösenroth/Laufersweiler, wo zwei Punkte ein absolutes Muss sind. Am Samstag findet dann das Final Four des Rheinland-Pokal in Mülheim statt. Die Löwen müssen schnell zu den alten Tugenden zurückfinden, wenn man nicht noch tiefer in den Abstiegskampf rutschen möchte.

Es spielten:
Für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Lohner (6), Baldus (5), Woods (4), Hertz (3), Busse (1), Schleier (1), Offermann (1/1), Gutfrucht (1), Strüder (1), Schaub, Schmitt, Stein

Für Kastellaun: Korbion, Müller (beide im Tor), Walb (8/1), Zigelis (6/1), Spreda (5), Hess (2), Wendling (2), Röckendorf (1), Gilanyi, Hoff, Helaoui, Priestersbach

 

Quelle: HV Vallendar

veröffentlicht am: 11.12.2017

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