HV Vallendar unterliegt im Derby

Die Vallendarer Löwen mussten sich dem TV 05 Mülheim geschlagen geben

Die Vallendarer Löwen mussten sich dem TV 05 Mülheim geschlagen geben

Damit hatte wohl kaum ein Zuschauer gerechnet, der HVV unterliegt dem TV 05 Mülheim im Rheinland-Derby deutlich mit 20:27. Der TV 05 zeigte über die gesamten 60 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung, die Löwen können nicht an die gute Form der letzten Wochen anknüpfen.

In der restlos ausverkauften Sporthalle auf dem Mallendarer Berg sahen die knapp 750 Zuschauer einen ausgeglichenen und verhaltenen Beginn. Philipp Schwenzer erzielte das 1:0 für seinen TV, Dominik Stein glich nach drei gespielten Minuten aus. Das zwischenzeitliche 3:2 durch Jonas Strüder war die erste und zugleich auch die letzte Führung der Gastgeber. Denn fortan war nur noch die Mannschaft von Hilmar Bjarnason am Drücker, seine Mülheimer hatten die Aufregung schnell abgelegt. Mülheim erzielte sechs Treffer in Serie, daran änderte auch eine Auszeit von Christoph Barthel beim zwischenzeitlichen 3:7 wenig. Vallendars Defensive agierte naiv und ohne klare Absprachen. Gegen die oftmals freien Würfe war dann auch der zuletzt gut aufgelegte Bastian Burgard chancenlos. Im eigenen Ballbesitz merkte man den beiden Neuzugängen Gutfrucht und Strüder ihre Nervosität deutlich an, denn man leistete sich leichtfertige Ballverluste und Fehlwürfe. Natürlich stand beim TV 05 auch mit Tobias Zelter ein glänzender Schlussmann zwischen den Pfosten, der vor allem in der Anfangsviertelstunde sein Gehäuse vernagelte.

Bis zum Halbzeitpfiff erhöhte der routinierte TV, angeführt von Torjäger Max Zerwas, auf 6:11. Unter den sechs Vallendarer Treffern waren allerdings noch zwei verwandelte Strafwürfe von Christian Offermann. Der HVV vermochte also nur 4 Tore aus dem Feld zu erzielen, zu wenig um ein Oberligaspiel zu gewinnen.

Die Mülheimer stürmten nach dem Seitenwechsel aus der Kabine und überrannten den HVV. Barthels Sieben leistete sich erneut leichte Fehler, die Linksrheinischen vom TV nutzten dies gnadenlos aus und gingen innerhalb drei Minuten mit 6:15 in Front. Damit war die Vorentscheidung schon fast gefallen. Symbolisch für das Spiel der Hausherren war folgende Szene: Dominik Stein erkämpft in der Defensive einen Ball, spielt auf Gutfrucht. Dieser versucht sich prellend gegen zwei Mülheimer durchzusetzen, zu seiner Rechten zwei freie Mitspieler. Doch Gutfrucht geht mit dem Kopf durch die Wand, wirf den Ball über Zelters Tor. Im direkten Gegenzug behält Mülheim die Nerven und Max Zerwas vollstreckt sicher zum 8:17.

Und Mülheim drückte weiter das Gaspedal durch, das 12:21 (erneut durch Zerwas) war die höchste Führung der Begegnung. Es sah kurzzeitig nach einer richtigen Packung für die Vallendarer Löwen aus, doch dann zeigte der HVV nochmal sein Kämpferherz. Barthel wechselte jetzt Lukas Hertz und Jacob Schleier ein, damit begann die beste Phase der in weiß gekleideten Vallendarer. Jeweils zwei Treffer von Schleier und Lohner brachten den HVV wieder heran, bei noch sechs zu absolvierenden Minuten konnte man auf 18:23 verkürzen. Doch die erfahrenen Mülheimer brachten ihren Vorsprung sicher ins Ziel und feierten einen hochverdienten 20:27 Erfolg. Der HV Vallendar konnte sich nicht für die Pleite aus dem letzten Spiel revanchieren und muss weiter auf einen Derby-Sieg warten.

Nach dieser Niederlage wird man gemeinsam analysieren, warum das Team die Leistung der vergangenen Wochen nicht bestätigen konnte. Die Löwen stehen damit weiter im erneut sehr engen Mittelfeld der Liga. Am kommenden Sonntag, 12.11.2017 reist man zum Aufsteiger TV Offenbach, die Pfälzer belegen zwar momentan nur den 14. Tabellenplatz, gelten aber als sehr heimstark. Der HVV ist also gewarnt und wird hoffentlich die richtigen Lehren aus dem Derby ziehen.

Es spielten:
HV Vallendar: Burgard, Boinski (beide im Tor), Offermann (4/4), Woods (4), Lohner (3), Gutfrucht (3), Schleier (2), Strüder (2), Stein (1), Baldus (1), Meder, Hertz, Schaub.

TV 05 Mülheim: Zelter, Winkel (beider im Tor), Zerwas (7), Vogt (7/3), Backes (3), Dahmen (2), Becker (2), Langen (2), Wallura (2), Schwenzer (1), Helf (1), Hommen, Freimuth.

Quelle: HV Vallendar

veröffentlicht am: 06.11.2017

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