HV Vallendar holt zwei Punkte in Ludwigshafen

Als die Vallendarer Löwen um 03:00 Uhr am frühen Samstagmorgen von ihrem Auswärtsspiel bei der TSG Friesenheim II zurückkehrten, sind alle sichtlich erschöpft, aber dennoch bester Laune. Denn dem HVV war es zuvor gelungen zwei wichtige Punkte mit in die Heimat zu nehmen, mit 29:26 setzten sich die Rheinländer schlussendlich verdient gegen die von Andreas Reckenthäler trainierten „Eulen“ durch. Dass sich die Abfahrt um etwa 2 Stunden verzögerte lag an technischen Problem des Löwen-Busses.

Der Beginn der Partie verlief ausgeglichen, dabei legte die Sieben vom ehemaligen HVV-Akteur Andreas Reckenthäler immer wieder vor, die Löwen zogen nach. So ging es durch die ersten 10 Minuten des Spiels, dann leisteten sich die Gäste eine kleine Schwächephase. Vor allem im Angriff agierte das Team von Christoph Barthel oftmals zu lethargisch gegen die agile Deckung der Eulen. Diese bestraften Fehler konsequent durch Gegenstöße, bei welchen auch der gut aufgelegte Bastian Burgard dann machtlos war. Beim zwischenzeitlichen 8:5 (13. Minute) nahm Barthel die erste Auszeit. Er beruhigte seine Jungs und forderte vor allem in der Defensive ein verbessertes Zweikampfverhalten. Doch Friesenheim spielte munter weiter und hielt den Vorsprung konstant. Beim Stand von 13:15 aus Vallendarer Sicht ging es in die Halbzeit.

Trainer Barthel war nicht einverstanden mit seiner Abwehr. Barthel: „Im ersten Durchgang haben wir hinten definitiv zu viele Zweikämpfe verloren. Wir sind nicht auf den Gegenspieler zugegangen, sondern haben uns nach hinten drängen lassen. Dadurch kam Friesenheim zu relativ freien Würfen aus der Nahwurfzone. Vorne mussten wir geduldiger werden und auch unsere Chancenverwertung war nicht optimal. Wir wussten aber, dass wir noch 30 Minuten hatten und sind voller Tatendrang aus der Kabine gekommen.“

Und die Mannschaft schien sich die Worte ihres Trainers zu Herzen genommen zu haben. Binnen fünf Minuten glich der HVV durch drei blitzsaubere Treffer des starken Jonas Strüder zum 17:17 aus. Doch von da an spielten sich die beiden Unparteiischen immer weiter in den Vordergrund. Zwischen der 37. und 40. Spielminuten schickten sie nacheinander Gutfrucht, Woods, Burgard und Lohner vom Feld, Entscheidungen die zumindest als fragwürdig bezeichnet werden dürfen. Dadurch geriet der HVV erneut ins Hintertreffen, beim 21:18 der TSG legte Barthel erneut die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch – da waren noch knapp 15 Minuten zu absolvieren. Barthel schwor seine Mannen auf die Schlussviertelstunde ein und schien wieder die richtigen Worte gefunden zu haben. Durch den treffsicheren Kapitän Oliver Lohner glichen die Rheinländer wieder aus und gingen fünf Minuten vor dem Ende schließlich in Führung. Lukas Hertz und erneut Jonas Strüder erhöhten zum vorentscheidenden 24:27. Mit seinen Treffern Nummer sechs und sieben machte Lohner dann endgültig alles klar und die Löwen verließen umjubelt mit 29:26 als Sieger das Feld.

Durch diesen enorm wichtigen Auswärtssieg verbessert sich der HV Vallendar auf den 9. Tabellenplatz und hält Anschluss an das obere Mittelfeld. Am kommenden Samstag, 21.10.2017 um 18:00 Uhr kommt der TV Bitburg zum ersten Rheinland-Derby der noch jungen Saison in die Sporthalle auf dem Mallendarer Berg. Der TVB konnte sein letztes Heimspiel gegen die SV 64 Zweibrücken deutlich mit 31:26 gewinnen. Die Löwen sind also vor ihrem nächsten Gegner gewarnt, vor allem weil dieser nur einen Punkt dahinter lauert.

Ein besonderer Dank gilt unseren Freunden des SV Niederwerth, welche die Löwen bei dieser anstrengenden und langen Auswärtsfahrt lautstark und tatkräftig unterstützt haben! Am darauffolgenden Sonntag konnten unsere Löwen dann sehen, wie die 1. Mannschaft des SVN ihr Heimspiel gegen Kesselheim mit 2:1 nach einer starken Leistung gewinnen konnte! Damit endet ein rundum gelungenes Wochenende, man hofft kommende Woche daran anknüpfen zu können.

Es spielten für den HVV: Burgard, Boinski (beide im Tor), Lohner (7), Strüder (6), Gutfrucht (5), Woods (4), Offermann (3/2), Hertz (2), Meder (1), Schleier, Stein.

 

 

Quelle: HV Vallendar

veröffentlicht am: 16.10.2017

Ausgabe Koblenz
  • 868
  • 895