Ghetto – ein Schauspiel mit Musik von Joshuas Sobol

Der 1938 in Tel Aviv geborene Joshua Sobol thematisiert den Überlebenskampf der jüdischen Bewohner des Ghettos Vilnius kurz vor dessen Liquidierung im Jahr 1943.
Dieser als Einführungsseminar und Vorstellungsbesuch gestaltete Kurs der vhs, in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Koblenz, verarbeitet historische Quellen, reale Personen und Fakten, strukturiert jedoch die Handlung, unter anderem durch Puppenspiel sowie den Einsatz jüdischer Lieder und Szenen, als ein „Theater im Theater“. Eine Theaterbühne steht also im Zentrum und ist Ausgangspunkt der Handlung. So hat das Stück, trotz realer Vorbilder, keinen Dokumentarcharakter, sondern trägt poetische und bisweilen revuehafte Züge.

Die Inszenierung von „Ghetto“ stellt das Regieteam vor eine große Herausforderung, denn es gilt, den Grat zwischen historisch belegten gegenüber fiktiven Figuren und Handlungssträngen auszubalancieren und dem Publikum die Gelegenheit zu geben, diesen Weg intellektuell und emotional mitzugehen. Dabei darf das Bewusstsein für die historische Tragweite dieser Thematik nicht in den Hintergrund geraten.
Im Kurs der vhs zu „Ghetto“ werden Beteiligte der Inszenierung einen Einblick in die Annäherung an diesen Stoff bieten. Der regieführende Intendant Markus Dietze wird einen Einblick in seine Inszenierungsarbeit geben, Dramaturgin Juliane Wulfgramm über die historisch-biografischen Grundlagen sprechen; musikalische Vorgaben durch den Autor, Anforderungen an Bühnenbild und Kostüm, aber auch die Arbeit an einer Rolle und der Umgang mit einer Puppe werden thematisiert.

Abschließend wird der Kurs eine Vorstellung von „Ghetto“ besuchen und danach die Gelegenheit haben, mit Darstellern und künstlerischer Leitung über das Gesehene zu diskutieren.

Beginn: Do., 01.03.2018 von 18:00 – 21:00 Uhr
Anmeldungen und weitere Informationen bitte unter www.vhs-koblenz.de oder (0261) 129-3702/-3711/-3730/-3740.

 

Quelle: Stadt Koblenz

veröffentlicht am: 20.02.2018

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