Delegation aus Novara zum Fachaustausch in Koblenz

Auf die Initiative von Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz und im Rahmen der Arbeit mit den Partnerstädten von Koblenz hat das städtische Kultur- und Schulverwaltungsamt zu einem Fachaustausch von Experten aus der italienischen Partnerstadt Novara eingeladen.

Interessante Gespräche und Führungen fanden an drei Tagen statt. Die Delegation, die sich aus Beigeordneten der Dezernate für Tourismus, Stadtplanung und Familie sowie aus Fachleuten für Abwasser, Schulen und internationaler Arbeit, hat die Gelegenheit genutzt, um sich über die Projekte der Stadt Koblenz zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

Thomas Keßelheim (Betriebsleiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung) und sein Stellvertreter Ulrich Marquart stellten etwa das europäische Projekt „SusTreat“ vor. Es handelt sich um ein Pilotprojekt für eine energieautarke Großkläranlage. Die im Abwasser und Klärschlamm enthaltenen Energieanteile sollen zur Energiegewinnung genutzt werden.
Roberto Fasana und Rinaldo Decamilli von Acqua Novara sind überzeugt, dass sie das Projekt in Novara übernehmen können. Eine Kooperation mit dem Eigenbetrieb Stadtentwässerung ist geplant.

Claus Hoffmann (Leiter der Koblenz-Touristik) und Thomas Hammann (Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung) konnten über die Wichtigkeit der Attraktivität der Stadt und einer hervorragenden Infrastruktur für die Gewinnung von (qualifizierten) Fachkräften berichten. Sie stellten verschiedene Großprojekte vor, die nicht nur Touristen sondern auch Geschäftsleute nach Koblenz ziehen. Hammann informierte auch über das europäische Projekt MAPS (engl. für Konversion von militärischen Liegenschaften als öffentlicher Raum) an dem Koblenz zusammen mit einigen europäischer Städte teilnimmt. Valentina Graziosi, Dezernentin für Tourismus und Partnerstädte, konnte viele Impulse mit nach Hause nehmen.

Auch Markus Dietze und Markus Scherer vom Koblenzer Stadttheater sprachen mit den Gästen während einer informativen Führung durch das Haus am Deinhardplatz über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Novara. Die Gäste konnten sich bei der anschließenden Aufführung der italienischen Oper „La Bohème“ von der Qualität der Arbeit des Theaters überzeugen.

Am letzten Tag des Aufenthalts trafen die Gäste Frank Hastenteufel, den Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung und seinen Kollegen Thomas Rippel. Hastenteufel berichtete u. a. über die Aufgaben seines Amtes und insbesondere über Urbanisierung, Wohnraumversorgungskonzept und Umwandlung von militärischen Liegenschaften. Im Laufe der Besprechung stellte sich heraus wie ähnlich die Herausforderungen in Novara sind. Federica Borreani, Beigeordnete für Stadtplanung, ist besonders von den Koblenzer Konversionsprojekten der militärischen Liegenschaften beeindruckt und überzeugt, dass eine zukünftige Zusammenarbeit mit Koblenz und ein reger Erfahrungsaustausch unabdingbar sind.

Begleitet wurden die Gäste von Vito Contento, Ratsmitglied und Vorsitzender des Freundschaftskreises Koblenz-Novara. Contento fungierte auch als Dolmetscher und leistete die Herausforderung der Übersetzung von zum Teil sehr fachlichen Gesprächen mit Bravour.

Quelle: Stadt Koblenz

veröffentlicht am: 11.12.2017

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