Baulandkataster ist online

Baudezernent Bert Flöck hat das auch im Internet abrufbare Baulandkataster in Koblenz vorgestellt.

Koblenz hat eine hohe Attraktivität als Wohn- und Arbeitsstandort und dadurch eine erhebliche Magnetwirkung, die sich in zahlreichen Zuzügen von außen äußert. „Daher hat sich die Stadt mehrere Strategien vorgenommen, wie dem Mangel an Wohnraum begegnet werden kann. Eine davon ist das nun im Internet abrufbare Baulandkataster“, erklärte Baudezernent Bert Flöck.

Die umfangreichen Vorarbeiten wurden im Baudezernat vorgenommen. Zunächst wurden Baulücken und mindergenutzte Grundstücke identifiziert und die Grundeigentümer ermittelt. Im Frühjahr wurden dann 662 Grundeigentümer angeschrieben und zur beabsichtigten Nutzung befragt. Außerdem wurden die Grundeigentümer befragt, ob ihr Grundstück in ein öffentliches Kataster aufgenommen werden kann. Mehr als 400 Eigentümer antworteten aber nur 64 gaben ihr Einverständnis zur Veröffentlichung. Im Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung haben sich schon Interessenten gemeldet, die an der Bebauung einer Lücke interessiert sind. Die Stadt gibt die Daten des Interessenten an den Grundeigentümer weiter.

„Das Ergebnis ist sicher überschaubar und wir werden damit nicht die Probleme auf dem Wohnungsmarkt lösen“, ist Flöck sicher. Trotzdem hält er die Umfrage für wichtig, „denn mit dieser Datenlagen können wir dem Stadtrat zeigen, dass ohne neue Baugebiete die Nachfrage nach Wohnraum nicht zu befriedigen ist“ Der Baudezernent strebt an, dass dem Rat bis zum kommenden Frühjahr ein Gesamtkonzept mit neuen Baugebieten in den Stadtteilen vorgelegt wird. Diese Baugebiete sollen für den Einfamilienhausbau zur Verfügung stehen aber auch dem bezahlbaren Eigentums- und Mietwohnungsbau z.B. in Hausgruppen oder in sich einfügenden Geschoßwohnungsbauten.

Im Bereich des Geschoßwohnungsbaus verweist der Baudezernent auf diverse laufende Projekte, wie das Rosenquartier in Lützel mit bis zu 250 Wohneinheiten. Außerdem würden auf dem Areal der ehemaligen Fritsch-Kaserne bis zu 600 Wohneinheiten und im Quartier zwischen Blücherstraße und Steinstraße können bis zu 150 Wohneinheiten entstehen. Hier soll die städtische WohnBau zum Zuge kommen. „Dies hat den Vorteil, dass wir hier ganz gezielt Wohnungen für Menschen mit kleinem Geldbeutel schaffen können“, sagt Flöck.

Das Baulandkataster findet man im Internet unter: https://www.koblenz.de/bauen_wohnen/k61_baulandkataster.html
Auskünfte erteilt Tilman Trauschke unter der Telefonnummer: 0261 129-3153

Quelle: Stadt Koblenz

veröffentlicht am: 28.09.2017

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